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Osmium und die Organisation sind nachhaltig. Stakeholder und die Natur werden verantwortungsbewusst behandelt.

Ist OSMIUM nachhaltig?

alle Arbeitsschritte rund um Osmium werden in RĂŒcksicht auf Natur und Umwelt durchgefĂŒhrt

Kristallines Osmium wird als Edelmetall abgebaut und vertrieben. Daraus resultieren Einflussbereiche und Verantwortlichkeiten des Produzenten und des Investors. Die folgende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dieser Verantwortung und bewertet das Edelmetall anhand von Nachhaltigkeitskriterien. Themen wie Social Responsibility, Unternehmenswerte und Umweltschutz werden behandelt. Somit wird erlĂ€utert, zu welchem Maß kristallines Osmium eine nachhaltige Wertanlage darstellt.

Ist kristallines Osmium ein nachhaltiges Produkt? Verantwortlichkeiten und Einflussnahme des Unternehmens und Verbrauchers


CSR.............................................................................................. Corporate Social Responsibility

ESG............................................................................................. Environment Social Governance

GmbH.............................................................................. Gesellschaft mit beschrÀnkter Haftung

NGO......................................................................................... Non-Governmental Organisation

PGM........................................................................................................ Platinum Group Metals



 

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Zutreffen der Nachhaltigkeitskriterien. 27

 


Gender-ErklÀrung

In dieser Arbeit wird aus GrĂŒnden der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige GeschlechteridentitĂ€ten werden dabei ausdrĂŒcklich mitgemeint.

 


1. EinfĂŒhrung

Der Rohstoff Osmium, der in seiner natĂŒrlichen Gestalt gesundheitsschĂ€dlich ist, wird im Jahre 2014 zur nachhaltigen Wertanlage.    
Welchem Prozess liegt diese Formation zugrunde? Ist er sozial und ökologisch vertretbar? TrĂ€gt der KĂ€ufer Verantwortung fĂŒr eventuelle unerwĂŒnschte ZustĂ€nde im Herstellungs-prozess?

Das anfĂ€ngliche Erstaunen ĂŒber die erstgenannte These weicht im nĂ€chsten Moment der Skepsis. Gesundheitlich bedenkliche Elemente abzubauen, zu transformieren und als Wertanlage zu verwenden wirft einige Fragen zu den angewandten Arbeitsbedingungen, Umweltauswirkungen und Unternehmensabsichten auf. Diese und weitere Fragen gilt es zu klĂ€ren. Erst dann kann festgestellt werden, ob es sich bei dem Element Osmium tatsĂ€chlich um eine nachhaltige Wertanlage handelt und welche Verantwortungen fĂŒr den Hersteller und den Verbraucher resultieren.

Forschungsgegenstand wird das Element Osmium als neues Produkt sein: Seit wenigen Jahren kristallisierbar dient es als Wertanlage und Applikation in SchmuckstĂŒcken. Es ist Ă€hnlich verwendbar wie Gold und Platin und funkelt auffĂ€lliger als ein Diamant. Edelmetalle und Diamanten sind bekannt dafĂŒr, unter nicht vertretbaren Arbeitsbedingungen abgebaut zu werden, und Minenbetreiber geraten nicht selten in gesellschaftliche Kritik.[1] [2] Osmium als „Newcomer“ sollte daher eingeordnet werden, um eventuelle Verbesserungen in verschiedenen Bereichen rasch angehen zu können.

Die ökologische und soziale Perspektive erhĂ€lt bei Finanzprodukten und Edelmetallen zu wenig Beachtung. Die Geldanlagen können dank des Internets schnell und unkompliziert erworben werden und versprechen verschiedene Risiko-Rendite-VerhĂ€ltnisse. Es ist möglich, sich vor dem Erwerb dank unterschiedlicher Quellen mit Finanzprodukten auseinander zu setzen. Der Goldpreis ist im Sekundentakt abrufbar.[3] In dieser wirtschaftlichen Dynamik ist es herausfordernd, den Überblick zu behalten und neben dem finanziellen Blickwinkel eine nachhaltige Perspektive zu verwenden.

Das Edelmetall Osmium liegt als Beiprodukt in Platinminen vor. 90 % des Platinvorkommens liegt in SĂŒdafrika.[4] Dieser Staat ist ein Schwellenland und besitzt eine hohe Analphabetenrate, eine schlechte Gesundheitsversorgung und eine herrschende rassistische Gesellschaftsspaltung. Diese grĂ¶ĂŸten Probleme werden begleitet von Armut und sozialer Ungleichheit.[5] Jene Umgebung gestaltet das Thema des Bergbaus als brisant und nicht zuletzt fĂŒr Konsumenten relevant. Neben der eigenen Wertanlage in Form von Gold oder Osmium werden Schmuckgeschenke aus Platin verschenkt. Umso wichtiger ist es, sich mit ökologischen und sozialen Auswirkungen vertraut zu machen, die der Abbau besonders von Edelmetallen als Wertanlage mit sich zieht. Persönliches Engagement könnte entstehen, was eine Änderung einer möglicherweise unzufriedenstellenden Situation in den Minen des Edelmetallabbaus beeinflusst. Daraufhin entstĂŒnden beispielsweise bessere Arbeits-bedingungen fĂŒr das eigene Edelmetall, welches dann mit einem „guten Gewissen“ gekauft werden kann.

Es wird anhand einer Analyse geklĂ€rt, welche Verantwortlichkeiten fĂŒr Situationen um die Osmiumproduktion herum bestehen und auf welcher Grundlage Verbesserungen durchzufĂŒhren sind. Diese Arbeit wird geschrieben in Kooperation mit der Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH, im Folgenden Osmium-Institut genannt. Es besitzt die Monopolstellung in der Osmiumproduktion und die GeschĂ€ftsleitung und Mitarbeiter trugen im technisch angelehnten Part mit detaillierten Informationen zum VerstĂ€ndnis bei. Gleichermaßen werden betriebsinterne AblĂ€ufe und Richtlinien besprochen. Das Ziel wird es sein, aufgrund des Offenlegens der Lieferkette und anschließender Bewertung kristallines Osmium auf Nachhaltigkeit zu ĂŒberprĂŒfen. SekundĂ€r wird sich der VerantwortungsĂŒbernahme Beteiligter gewidmet und Verbesserungs-maßnahmen erarbeitet.

Methodisch wird die Zielsetzung in zwei Teilen beantwortet: Im ersten Teil geht es um die grundlegende Einordnung kristallinen Osmiums: Geldanlage in Form von Edelmetall und Finanzprodukt sind die Klassifizierungen, welche durch teilweise unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien und Ausschlusskriterien bewertet werden können. Im zweiten Teil werden jene Kriterien angewendet und Verantwortlichkeiten begrĂŒndet. Um Osmium auf der Ebene der Nachhaltigkeit intensiver einzubetten, werden Verbesserungsmaßnahmen erstellt.

Im ersten Teil lassen sich die erwĂ€hnten Kriterien in drei Kategorien aufteilen, somit decken diese die Bereiche Soziales, Ökologisches und UnternehmensfĂŒhrung ab. Gegenstand der Analyse wird das Element Osmium sein, welches vor Anwendung der Kriterien als Element mitsamt Produktionsschritten vorgestellt wird. Es folgt ein Zwischenfazit mit Auswertung. Die Vorstellung des koordinierenden Unternehmens, das Osmium-Institut, schließt im zweiten Teil an und mĂŒndet in das Thema der VerantwortungsĂŒbernahme. Es wird das Osmium-Institut und der Investor als Marktteilnehmer fokussiert und daraufhin Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, wobei weitere beteiligte Wirtschaftssubjekte zwar angesprochen, aber nicht vertieft diskutiert werden. Aufgrund dieser Gliederung wird die Forschungsfrage, ob kristallines Osmium ein nachhaltiges Produkt darstellt, geklĂ€rt und in dem Zuge Verantwortlichkeiten des Unternehmens und Verbrauchers thematisiert.

2. Einordnung von Osmium

Osmium als Edelmetall zu klassifizieren ist zweifelsfrei anhand eines Blickes in das Periodensystem der Elemente erkenntlich. Es gehört zu den Platinmetallen und ist in der 6. Periode zu finden.[6]

Um ein Produkt aus kristallinem Osmium als nachhaltig einordnen zu können, muss zuerst thematisiert werden, ob es sich bei dem Edelmetall um ein Finanzprodukt und/oder eine Geldanlage handelt. Daraufhin können Kriterien und Bedingungen geprĂŒft werden, um den Grad der Nachhaltigkeit festzulegen.       
Rohes Osmium wird in Minen gewonnen und mithilfe eines thermischen Prozesses in kristalline Form transformiert. Daraufhin wird es vom Kunden erworben, der letztlich drei Möglichkeiten hat, dieses Produkt zu nutzen. Zum einen wird es als Besitz und Eigentum des KĂ€ufers mehrere Jahre von diesem verwahrt. Begleitet von der Hoffnung auf eine Wertsteigerung wird der spĂ€tere Verkauf in Betracht gezogen. Zum anderen wird das Edelmetall gekauft und ein SchmuckstĂŒck fĂŒr den Eigenbedarf hergestellt. Auch könnte kristallines Osmium an JuweliergeschĂ€fte vermittelt werden und der KĂ€ufer fungiert als HĂ€ndler. Unter Punkt eins lĂ€sst sich das kristalline Osmium auf den ersten Blick ĂŒbergeordnet als Edelmetallsachwertanlage klassifizieren. Ob Osmium eine Geldanlage ist, lĂ€sst sich zusĂ€tzlich eindeutig beurteilen. So erfĂŒllt es den Anspruch, den Wert der Anlage zu erhalten oder zu steigern. Weiterhin ist ein Risiko gegeben, mögliche Verluste zu erwirtschaften. Geldanlagen gibt es in Form von Edelmetallen, Immobilien oder Aktien. Aufgrund dieser Punkte und dem vorhandenen Sachwert ist Osmium als Produkt zur Geldanlage geeignet.[7]

Um die erste genannte Verwendung weitgehend unter der Kategorie der Finanzprodukte einordnen zu können, muss das Osmium-Institut als Organisation betrachtet werden.

Ein Finanzprodukt wird im Regelfall von Kreditinstituten, Kapitalanlagegesellschaften oder Versicherungen angeboten. Es enthĂ€lt Zins-, Gewinn- und Laufzeitinformationen in einer festgelegten WĂ€hrung. Daraus entsteht ein Finanzprodukt, das gleichzeitig ein Investment darstellt. [8] Kristallines Osmium erfĂŒllt keines dieser Merkmale, außer das ĂŒbergeordnete Ziel als Sachwertsicherung zu dienen. Zudem ist das Osmium-Institut keine der oben genannten Institutionen. Trotz alledem wird kristallines Osmium mit der Intention der Wertsteigerung erworben und von Marktteilnehmern als „Investment“ betitelt. Es ist deshalb zu kleinem Teil ein Finanzprodukt.     
Daraus folgend ist Osmium kein vollstÀndiges Finanzprodukt, wobei spezifische Definitionen abweichend sind und es nicht eindeutig zuzuordnen ist. Kristallines Osmium kann hingegen als Anlageprodukt, Sachwertprodukt, Geldanlage und Wertanlage gesehen werden.

Abschließend ist kristallines Osmium als Sachwertprodukt in Form eines Edelmetalls und als Finanzanlage dahingehend zu prĂŒfen, ob Nachhaltigkeitskriterien fĂŒr die Kategorien einge-halten werden.

Im folgenden Abschnitt werden die AnsprĂŒche an ein nachhaltiges Finanzprodukt definiert und anhand von Kriterien des Eurosif Katalogs und der Stiftung Warentest festgesetzt. Das Fairtrade-Zertifikat sichert unter anderem den nachhaltigen Abbau und Handel im Rohstoffbereich bzw. Edelmetallbereich.[9] Durch die Anwendung der Kriterien dieser drei Organisationen werden beide Gattungen, in denen sich Osmium als Hybride zuordnen lĂ€sst, bedient.

2.1 ESG-Kriterien fĂŒr nachhaltige Finanzprodukte

Finanzprodukte lassen sich anhand ihrer Nachhaltigkeit bezogen auf ihre Umwelt (Environment), Soziales (Social) und UnternehmensfĂŒhrung (Governance) anhand von ESG-Kriterien beurteilen. Die ESG-Kriterien werden von unterschiedlichen Anbietern festgelegt, wobei alle auf eine soziale und nachhaltige VertrĂ€glichkeit verweisen.[10] Der Überbegriff eines solch nachhaltigen Finanzproduktes lautet Social Responsable Investment. Neben RentabilitĂ€t, FlexibilitĂ€t und Sicherheit beeinflussen folglich ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte das Ranking. FĂŒhrende Unternehmen werden hier als „best in class“ zugehörig betitelt, es gibt aber noch andere Ziele und Strategien, die ein Unternehmen zur Erreichung möglichst vieler ESG-Kriterien anwenden kann.[11]

Die Eurosif ist eine europĂ€ische Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, einheitlich Unternehmen zu analysieren, europaweit Durchblick zu schaffen und Nachhaltigkeit auf den FinanzmĂ€rken zu etablieren.[12] Aktien und Investments sind unter dem EuropĂ€ischen Transparenzkodex fĂŒr Nachhaltigkeitsfonds abgebildet und können anhand dessen ausgewertet werden.

Am Anfang einer jeden Beurteilung von Eurosif steht ein Fragenkatalog, der vom zu prĂŒfenden Unternehmen wahrheitsgemĂ€ĂŸ beantwortet werden muss. In ihm sind ebenfalls Richtlinien vermerkt, an die sich das ausfĂŒllende Unternehmen zu halten hat. Beispielsweise dient ein Aktualisieren der beantworteten Fragen einmal im Jahr zur kontinuierlichen Selbstreflexion. Weiterhin mĂŒssen alle gegebenen Antworten auf der Internetseite einsehbar sein, fĂŒr – beispielsweise im Falle eines Aktienfonds- den Manager. Daraufhin folgt die Angabe konkreter Maßnahmen, welche ethische Themenbereiche umfassen. Erst dann kann ein Unternehmen im Finanzanlagenbereich als nachhaltig gelten. [13]

Im Folgenden wird nicht weiter auf den dazugehörigen Fragenkatalog eingegangen. Der Einbezug der hierfĂŒr relevanten Fragestellungen und Kriterien wĂŒrde das Ausmaß dieser Arbeit ĂŒbersteigen.

Auch die Stiftung Warentest hat einen NachhaltigkeitsprĂŒfverfahrenskatalog erstellt. Die 1964 vom Deutschen Bundestag gegrĂŒndete Organisation testet Produkte und Dienstleistungen anhand von wissenschaftlichen Methoden und veröffentlicht die Ergebnisse zur Konsumenteninformation.[14]

FĂŒr die spĂ€tere Evaluierung werden Kriterien der Eurosif und der Stiftung Warentest auszugsweise verwendet. Sie stimmen zu großen Teilen inhaltlich ĂŒberein und decken die fĂŒr diese Arbeit relevantesten ESG-Kriterien ab. Eurosif fragt diese Kriterien grĂ¶ĂŸtenteils in einer offenen Frage ab. Die Stiftung Warentest stĂŒtzt ihre Beurteilung auf vorformulierte Kriterien, welche von „unzureichend“ bis „trifft voll zu“ abzuarbeiten sind. [15]

2.1.1 Umweltkriterien

Im Bereich Umwelt kommt „grĂŒnen“ Absichten eine entscheidende Rolle zu sowie der Umgang mit Ressourcen. Ebenfalls tragend ist die Kommunikation ĂŒber die Einhaltung der geltenden Bestimmungen. Die Kriterien zum Thema „Environment“ gestalten sich auszugsweise wie folgt:

A. Das Unternehmen hat eine Umweltpolitik formuliert und veröffentlicht, die als Grundlage fĂŒr unternehmerische Entscheidungen dienen soll.

B. Es werden qualitative und quantitative Umweltziele formuliert.

C. Die ökologische Verantwortung der Zulieferer wird thematisiert.

D. Es gibt regelmĂ€ĂŸige, interne ÜberprĂŒfungen, ob Richtlinien eingehalten werden.

E. Die Mitarbeiter werden aktiv in den betrieblichen Umweltschutz einbezogen in Form von Schulungen, Trainings, 
 .

F. Das Unternehmen wendet beim Bezug von Betriebsstoffen ökologische Beschaffungs-richtlinien an.

G. Der Aufbau eines Umweltmanagementsystems wird dargestellt.

H. Es werden absolute Mengen an Energie, Wasser, Abfall und weiteren GrĂ¶ĂŸen angegeben, die bei der UnternehmenstĂ€tigkeit anfallen oder benötigt werden.

2.1.2 Sozialkriterien

In den sozialen Bereich fallen all jene Maßnahmen, die zu einem respektvollen Umgang mit Mitarbeitern und Stakeholdern gehören. Mitbestimmung, Gesundheit und Sicherheit sind Kernaspekte. Ebenfalls auszugweise sind diese dargestellt:

I. Das Unternehmen verfĂŒgt ĂŒber ausformulierte Leitlinien, die den verantwortungsvollen Umgang mit seinen BeschĂ€ftigten aufgreifen und darstellen.

J. Das Unternehmen hat sich in unternehmensinternen ErklĂ€rungen, die allen BeschĂ€ftigten zugĂ€nglich sind, zur unternehmerischen Verantwortung gegenĂŒber seinen Mitarbeitern bekannt.

K. Es werden ErklÀrungen zur Förderung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz festgelegt.

L. Intern verfĂŒgbare VerpflichtungserklĂ€rungen oder Verfahrensweisen zu Korruptions-aufklĂ€rung werden verabschiedet und an die Mitarbeiter kommuniziert.

N. Es existieren flexible Arbeitszeitmodelle.

O. Es existieren Einstiegmöglichkeiten zur TeilzeitbeschÀftigung.

P. Es werden Umschulungen/Fortbildungen durchgefĂŒhrt.

Q. Es werden Zahlungen von außerbetrieblichen Leistungen angeboten.

R. Eine differenzierte Analyse der Situation der BeschĂ€ftigten unter BerĂŒcksichtigung von Aspekten der Chancengleichheit wird durchgefĂŒhrt.

S. Eine Messung der Mitarbeiterzufriedenheit wird vollzogen.

T. Arbeitsschutz- und Sicherheitsaspekte im Unternehmen werden eingehalten.

U. Der soziale Mindeststandard in den fĂŒr die Herstellung des Produktes relevanten FertigungsstĂ€tten wird umgesetzt.

2.1.3 Governance-Kriterien

In den Themenbereich Governance fallen AktivitÀten wie eine gute Organisationsstruktur mit zuverlÀssigen Verantwortlichkeiten.

V. Ein Beschwerdemanagement im Unternehmen existiert.

W. Definierte Standards werden eingehalten.

X. Der Austausch mit NGOs an den fĂŒr die Produktherstellung relevanten FertigungsstĂ€tten findet statt.

Y. Das Sponsoring von Kulturveranstaltungen oder sonstige WohltĂ€tigkeiten wird durchgefĂŒhrt.

Z. Ein regelmĂ€ĂŸiger Sustainability Report wird erstellt.

2.1.4 Ausschlusskriterien

Die oben genannten Kriterien sind in ihrer erfĂŒlltesten Form am vorbildlichsten, deswegen sind sie sogenannte Positivkriterien. Kritische Punkte, dessen ErfĂŒllung unerwĂŒnscht ist, werden Negativkriterien oder Ausschlusskriterien genannt. Diese fĂŒhren bei einem Zutreffen im Ansatz zum tatsĂ€chlichen Ausschluss des Unternehmens im ESG-Prozess. Durch dieses negative Screening wird ethisch unvertretbaren Handlungen keinen Raum gelassen.

Folgende Kriterien fĂŒhren zum Ausschluss von Unternehmen:

Produktion von Atomenergie, Produktion von gentechnisch verĂ€nderten Pflanzen und Tieren, Produktion von RĂŒstungsgĂŒtern fĂŒr militĂ€rische Anwendungen, Herstellung von Tabakprodukten, Herstellung alkoholischer GetrĂ€nke, Herstellung pornografischen Materials, Verstoß gegen Menschenrechte, Kinderarbeit, Nichteinhalten von Arbeitsrechten, Bestechungs- und Korruptionspraktiken, Umweltzerstörung)

2.2 Fairtrade-Kriterien fĂŒr Edelmetalle

Im Folgenden werden Kriterien fĂŒr nachhaltige Edelmetalle fokussiert. Das Siegel Fairtrade hat komplexe Auflagen entwickelt, um einen Rohstoff diesbezĂŒglich beurteilen zu können. Die Merkmale beziehen sich auf Mineralienabbau aus kleinen Minen, aber auch der Nahrungsmittelan- und abbau wird unter diesen und Ă€hnlichen Kriterien geprĂŒft. Die Kriterien sind anwendbar auf jegliche Form von AbbautĂ€tigkeit, somit kann der Osmiumabbau darunter beurteilt werden. [16]   
Osmium ist als Beiprodukt in Platinminen nicht Ursache fĂŒr die Situation in den Platinminen. Trotzdem sollten Aspekte geprĂŒft werden, die direkt mit dem Platinabbau zusammenhĂ€ngen, wie Arbeitssicherheit und UmweltschĂ€den. Der genaue Prozess des Platinabbaus konnte seitens des Verfassers nicht in Erfahrung gebracht werden, somit wird mit den zugĂ€nglichen Informationen gearbeitet.

a. Löhne fĂŒr ArbeitskrĂ€fte und andere Arbeitsbedingungen werden entsprechend gesetzlicher Vorschriften oder Betriebsvereinbarungen festgelegt, sofern vorhanden, oder gemĂ€ĂŸ dem regionalen Durchschnittsverdienst oder den offiziellen Mindestlöhnen fĂŒr vergleichbare TĂ€tigkeiten – je nachdem, welcher dieser Werte am höchsten ist - ausgezahlt.

b. Unternehmen, mit denen zusammengearbeitet wird, mĂŒssen sich auch an die Fairtrade-Standards halten [und sich registrieren und prĂŒfen lassen].

c. Es werden keine Stoffe der sogenannten „roten Liste“ verwendet. [Die „rote Liste“ umfasst ca. 100 Chemikalien.]

d. Reduktion hinsichtlich Bodennutzung, BiodiversitĂ€t, Wasserverbrauch, Energieverbrauch (inklusive CO2-Fußabdruck), Ableiten von Abwasser, Emissionen in die Luft, Abfall, BelĂ€stigungen und VerhĂŒtung von ZwischenfĂ€llen wird durchgefĂŒhrt.

e. Recyclebares Verpackungsmaterial wird so oft wie möglich verwendet.

f. Es wird ein sicherer Ort speziell fĂŒr die Lagerung, Verwendung und Entsorgung giftiger und gefĂ€hrlicher Substanzen unterhalten. Dieser Ort verfĂŒgt ĂŒber angemessene Bedingungen fĂŒr eine sichere Lagerung und ein gut gefĂŒhrtes Bestandsverzeichnis.

g. Das Bergbaugebiet befindet sich nicht in einem nach staatlichem Recht geschĂŒtzten Gebiet, wo Bergbau nicht gestattet ist.

h. Es kommen dem Produzenten regelmĂ€ĂŸig relevante Marktinformationen ĂŒber das Unternehmen zu, so dass er einen besseren Überblick ĂŒber den Marktzusammenhang erhĂ€lt und fundierte GeschĂ€ftsentscheidungen treffen kann.

i. Das Unternehmen fördert andere von Produzentenorganisationen bzw. ArbeitskrĂ€ften gewĂŒnschte EntwicklungsaktivitĂ€ten fĂŒr Betriebe, die Produktion oder Organisation.

j. Das Unternehmen und seine Mitglieder diskriminiert niemanden aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, Familienstand, Alter, Religion, politischer Anschauung, Gewerkschaftszugehörigkeit oder Mitgliedschaft in anderen Arbeitervertretungen, nationaler Abstammung oder sozialer Herkunft.

k. Die Mitglieder werden zu Gesundheits- und Arbeitsrisiken geschult.

m. Lohnauszahlungen an ArbeitskrĂ€fte werden regelmĂ€ĂŸig zu einem festen Termin getĂ€tigt und mit einer Gehaltsabrechnung, die alle nötigen Informationen enthĂ€lt, dokumentiert.

n. Arbeitszeiten und Mehrarbeit entsprechen den gesetzlichen Vorgaben und branchenĂŒblichen Standards. Es darf nicht von ArbeitskrĂ€ften verlangt werden, regelmĂ€ĂŸig mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten.

o. Es wird sichergestellt, dass alle ArbeitskrĂ€fte und Bergleute im Produktionssystem angemessene persönliche SchutzausrĂŒstungen verwenden, die geeignet sind fĂŒr die Bedingungen in der Mine, die zu erledigenden Aufgaben und die Umgebung. Die AusrĂŒstung muss vom Arbeitgeber bezahlt werden.

p. Es ist mindestens eine Maßnahme geplant, mit der eine Verbesserung fĂŒr das Unternehmen, die Organisation, die Mitglieder, die BeschĂ€ftigten, das soziale Umfeld und/oder die Umwelt erreicht werden soll.

q. Sie fördern die Beteiligung der Mitglieder an ihrer Organisation.

Zur Einhaltung der Richtlinie zu Konfliktmaterialien und Menschenrechte mĂŒssen auch hier folgende Prinzipien als Negativkriterien/Ausschlusskriterien auf den eigenen Betrieb und Kooperationspartner zutreffen:

Keine Misshandlung, Folter, grausame oder unmenschliche Behandlung, Zwangs- oder Pflichtarbeit, keine der schlimmsten Formen von Kinderarbeit, keine Missachtung oder VerstĂ¶ĂŸe gegen die Menschenrechte wie z.B. sexuelle Gewalt, keine Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, keine Genozide oder andere schwere VerstĂ¶ĂŸe gegen das internationale Völkerrecht, keine direkte oder indirekte UnterstĂŒtzung bewaffneter Gruppen, keine direkte oder indirekte UnterstĂŒtzung fĂŒr private oder öffentliche SicherheitskrĂ€fte, die gesetzeswidrig das MinengelĂ€nde kontrollieren, keine Bestechung, keine GeldwĂ€sche, keine wissentlich falschen Angaben zum Ursprungs von Mineralien.[17]

Es ist fĂŒr den weiteren Verlauf der Arbeit festzuhalten, dass sowohl die Kriterien fĂŒr nachhaltige Finanzprodukte sowie die Kriterien fĂŒr ein Fairtrade-Produkt Ă€hnlich, bzw. ergĂ€nzend oder ĂŒbereinstimmend beschrieben werden. Bei der spĂ€teren Einordnung werden jedoch alle Kriterien betrachtet.

3. Osmium als Element

Das Element Osmium ist im Periodensystem der Elemente unter der Ordnungszahl 76 zu finden. Es zĂ€hlt zu den Edelmetallen, da es in der elektrochemischen Spannungsreihe ein positives Standardpotential gegenĂŒber Wasserstoff besitzt. Das Standardpotential ist die elektrische Spannung zwischen Wasserstoffhalbzelle und Osmiumelement. Je höher das Standardpotential ausfĂ€llt, desto edler ist das Metall. Edelmetalle verfĂŒgen ĂŒber eine besonders gute elektrische LeitfĂ€higkeit. In ihrer chemischen ReaktionsfĂ€higkeit sind sie allerdings eingeschrĂ€nkt: Sie reagieren sehr trĂ€ge mit anderen Stoffen. Diese Eigenschaft macht sie besonders korrosionsbestĂ€ndig. Osmium ist das Element mit der höchsten Dichte. Es ist, bezogen auf das gleiche Volumen, doppelt so schwer wie Blei.[18]

Das Edelmetall liegt im natĂŒrlichen Zustand in fester, bzw. pulverförmiger Form vor und besitzt eine grĂ€uliche Farbe. Osmium kommt in natĂŒrlicher Form in vielen Teilen der Erde in sehr geringen Mengen vor, so zum Beispiel in SĂŒdafrika, dem Ural und SĂŒdamerika. Anders als bei Gold ist Osmium nicht in eigens zu seinem Abbau betriebenen Minen zu finden. Es kommt fast nur in Verbindung mit Iridium, Platin und Nickel vor, sodass die Mineralien getrennt werden mĂŒssen, um reines Osmium zu erhalten. Das sogenannte „PGM Mining“ ist die HaupttĂ€tigkeit, bei der Osmium als Beiprodukt anfĂ€llt. PGM steht fĂŒr Platinum Group Metals. Es sind jene Elemente, die zu den Platinmetallen gezĂ€hlt werden.[19]

In der Historie wurde Osmium 1804 im Gemisch mit Iridium entdeckt und isoliert untersucht. Wegen seines starken, knoblauch-artigen Geruches kam es zu der Namensgebung: „Osme“ bedeutet im Griechischen „Geruch“.[20]

Im Jahre 1898 erfand Carl Auer von Welsbach die erste GlĂŒhlampe mit einem Osmium-GlĂŒhdraht, der spĂ€ter durch Wolfram ersetzt wurde, da die zur VerfĂŒgung stehenden Mengen an Osmium zu gering fĂŒr die Produktion waren. Das Unternehmen „Osram“ wurde daraufhin gegrĂŒndet und erhielt nach beiden Elementen seinen Namen.[21]

Aktuelle Anwendungsgebiete sind - neben der Verwendung als Sachwertanlage - in der Medizin- und der Technik zu finden. Rohosmium ist als giftig zu bezeichnen. In Reaktion mit Sauerstoff sowie in Reaktion mit SalpetersĂ€ure reagiert Osmium unter Entstehung eines gesundheitsgefĂ€hrdenden Sublimates. In Staubform ist es ebenso schĂ€dlich fĂŒr Atemwege und HautoberflĂ€che, es wirkt stark Ă€tzend und nachhaltig und/oder verzögert toxisch.[22] [23]

Die gelungene Kristallisation kann als bemerkenswert betrachtet werden: Das giftige Rohosmium, genannt Osmiumschwamm, wurde in seiner Struktur unter komplexen Bedingungen verĂ€ndert, sodass es nun Ă€ußerst reaktionstrĂ€ge ist und keine Gefahr mehr fĂŒr den Menschen darstellt. In diesem Kristallisierungsprozess, der 2014 wiederholbar gelungen ist, werden die Atome des Elements in eine Kristallstruktur gezwungen. Diese neue Anordnung ermöglicht den bedenkenlosen Umgang mit dem nun ungiftigen Edelmetall. Ab ca. 400 Grad Celsius beginnt eine VerĂ€nderung, und kristallines Osmium wird unter Sauerstoff als Oxid wieder flĂŒchtig.

Weitere Besonderheiten Osmiums in kristalliner Gestalt sind neben der Seltenheit und der höchsten Dichte auch seine OberflÀche. [24] Kraft der Kristallisation auf einem TrÀger entstehen Kristalle in nun flacher Anordnung. Demzufolge sind alle Osmiumprodukte flacher Erscheinung, die eine raue OberflÀche besitzen. NÀher betrachtet besteht die raue OberflÀche aus vielen kleinen SpiegelflÀchen, die Àhnlich wie die Berge eines Gebirges in unterschiedlichen Winkeln einander zugewandt sind. Sie reflektieren das Licht, ohne es zu brechen und es entsteht aus diesem Grund ein auffÀlliges Funkeln.

3.1 Osmiumgewinnung

Wie bereits erwĂ€hnt, kommt Osmium vor allem in Platin- und Nickelansammlungen vor. Es ist somit als Beiprodukt enthalten und wir nicht gesondert abgebaut. D.h. es existieren keine gesonderten Osmiumminen. Auf die Extrahierung in Nickelminen wird verzichtet, da der Markt unĂŒbersichtlich ist und so nicht fĂŒr eine transparente Lieferkette garantiert werden könnte. Im Verlauf dieser Arbeit sind diese Feststellungen von Bedeutung, denn selbst wenn ZustĂ€nde aufgeklĂ€rt und Verantwortlichkeiten zugeordnet sind, mĂŒssten in der nĂ€chsten Dimension ZustĂ€nde und Akteure im Rahmen des Platinabbaus betrachtet werden. Die Höhe der Relevanz jener ZustĂ€nde sind fĂŒr die Beantwortung der Fragestellung diskutabel. BegrĂŒndend ist dafĂŒr der Platinabbau, welcher auch ohne die Nachfrage nach rohem Osmium in dem Ausmaß durchgefĂŒhrt wĂŒrde.

Das Osmium-Institut ist das zentrale Organ, welches die Lieferkette einsieht und das Endprodukt vertreibt. Am Ende jedes Produktionsschrittes werden die EinflĂŒsse des Osmium-Instituts beleuchtet. SpĂ€ter kann dadurch ein umfassendes Bild zur Bewertung, ob Osmium ein nachhaltiges Produkt darstellt, erhalten werden.

Pulverförmiges Osmium ist vermutlich mit einer Seltenheit von 0,000001 % in der Erdkruste enthalten und wÀre so das seltenste Edelmetall der Welt.[25]          
Vorkommen befinden sich weltweit verteilt, von denen die LagerstĂ€tten in SĂŒdafrika fĂŒr diese Arbeit von besonderer Bedeutung sind. Es war der Autorin dieses Textes nach intensivem BemĂŒhen nicht möglich, eine konkrete Mine ausfindig zu machen und benennen zu können. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass in jeder Platinmine der Welt Osmium als Beiprodukt gefördert wird. In einigen Minen wird das Osmium auf Anfrage hin abgetrennt.

3.2 Produktionsschritte

Trotz der fehlenden definierten Lokalisation des Platinabbaus ist durch Zurate ziehen des Osmium-Instituts feststellbar, dass hauptsĂ€chlich schweres GeschĂŒtz und automatisierte Maschinen am Platinabbau beteiligt sind. Wegen der großen Menge der Platinerze ist dies von Nöten: In 10.000 Tonnen Platinerz befindet sich in den meisten Minen weniger als eine Feinunze Osmium (ca. 31,1035 Gramm).[26] Aufgrund des Umstandes der Seltenheit ist es fĂŒr den Kleinstbergbau unmöglich, mit dem Osmiumabbau eine eigene ErwerbstĂ€tigkeit zu gestalten. Zudem kommt das Hindernis des Herauslösens aus dem Platinerz: Um ĂŒberhaupt etwas konzentriertes Osmium extrahieren zu können, benötigt es metallurgische und chemische Verfahren, die nicht im Kleinstbergbau durchgefĂŒhrt werden können.

Die Produktionsschritte beziehen sich folglich nur auf den standardisierten Osmiumabbau, dessen Einsicht durch betriebsinterne Informationen des Osmium-Instituts ermöglicht wurde.

3.2.1. Extraktion

Nach dem Abbau des Platins in der Mine wird alles Erz in einen Prozess gelenkt, welcher nach und nach platin-fremde RĂŒckstĂ€nde entfernt. Infolgedessen fĂ€llt Osmium als Abfallprodukt neben weiteren Verunreinigungen an. Zu dem Zeitpunkt ist die Gewinnung reinen Platins das Ziel. Der Osmium-enthaltende Teil wird deshalb erneut in einen Prozess gefĂŒhrt, in dem auf Kundenwunsch das Osmium extrahiert wird. Diese Extraktion wird in Chargen durchgefĂŒhrt. In SĂŒdafrika passiert ebenfalls dieser zweite Schritt, wo Laboranten an der Osmiumgewinnung arbeiten. Die wenigen BeschĂ€ftigten sind angestellt und haben personenbezogenen Zugang zum Labor. Es muss jeder Mitarbeiter zwei Schleusen passieren, um das Labor erreichen zu können. Die Platinerze sind an sich nicht gesundheitsschĂ€dlich, da Osmium nur in kleinsten Teilen in den enthaltenen Osmiumiridium-Verbindungen vorkommt. Extrahiert man hier das Element Osmium aus Platinerz, so arbeitet man jedoch mit dem gesundheitsschĂ€dlichen Sublimat Osmiumtetroxid. Vorkehrungen anhand von installierten LuftabzĂŒgen und SpĂŒlanlagen sind zum Schutze des einzelnen Laboranten und der Umwelt vorhanden, falls das Gas austritt. Das Herauslösen von Osmium aus dem Nickel- oder Platinerz geschieht mittels Sublimation und ist nahezu wasserfrei. Das Einhalten von Sicherheitsvorkehrungen wĂ€hrend der Extraktion wird durch regelmĂ€ĂŸige Betriebsbegehungen seitens des Osmium-Instituts kontrolliert.      
Es besteht wegen der Knappheit von Osmium das Bestreben, jeglichen Verlust an Osmium zu minimieren. Nur bei Nachfrage wird Osmium produziert; es wird nicht jedes Kilogramm abgebautes Platin „auf Vorrat“ im Labor behandelt.

3.2.2 Kristallisation

Nachdem das noch pulverförmige Osmium in SĂŒdafrika gewonnen wurde, werden die kleinen Mengen per Paket zum Labor in die Schweiz befördert. Es sind keine Container oder LKW nötig, da die anfallende Menge klein ist. Monatlich fĂ€llt eine Menge von wenigen Kilogramm an, die im Kristallisierungsprozess aufbereitet wird. DurchgefĂŒhrt wird er in der Schweiz von wenigen Menschen, die Einblicke in Details verschweigen. Zugleich ist der genaue Standort des Labors unter Geheimhaltung zu wahren, da der Prozess der Kristallisierung mit einer hohen KomplexitĂ€t verbunden und aufgrund der chemischen Prozesse gefĂ€hrlich. Jene Eigenschaften sind ausreichende Barrieren, sodass der Kristallisierungsvorgang nicht patentiert ist.        
Bekannt ĂŒber den Kristallisierungsprozess ist sein ungefĂ€hres Maß der KomplexitĂ€t: Mehr als 160 Einzelschritte sind durchzufĂŒhren, damit sich ein Osmiumkristall entwickelt. Sollte ein Schritt nicht gelingen, wird das betroffene Element nach aufwendigem Recycling erneut dem Prozess zugefĂŒhrt. Die Erfolgsrate, auch Ernterate genannt, ist daher nicht konstant gegeben.

3.2.3 Zuschnitt

Das kristallisierte, nun unschĂ€dliche Osmium bewegt sich im nĂ€chsten Schritt zum Zuschneiden unterschiedlicher Formen mittels Drahterodierverfahren. Bei dieser Schnitttechnik wird das Ă€ußerst spröde Osmium mit einem Erodierdraht aus - abhĂ€ngig vom Einsatzgebiet- unterschiedlichen Metallen und Legierungen in Form gebracht. Das Verfahren wird wegen seiner hohen Genauigkeit im Schnittprozess eingesetzt. Der Funke beim Erodieren trĂ€gt jeweils wenige Atome des zu schneidenden Werkstoffs ab und springt an der kĂŒrzesten Verbindung zwischen WerkstĂŒck und Draht ĂŒber.[27]

Im Anschluss durchlĂ€uft das Osmium den Prozess der Zertifizierung. Wie der Name sagt, wird jedes StĂŒck kristallines Osmium mit einem Zertifikat ausgestattet. Das Zertifikat dient der Reinheitssicherung von 99,9995% und des Beweises, dass jenes StĂŒck kontrolliert und unter fixen und kontrollierten Sicherheitsbestimmungen entstanden ist. Außerdem wirkt es als Schutzmechanismus vor Diebstahl: Nur mit einem Zertifikat und einem zugehörigen Code kann der spĂ€tere EigentĂŒmer des Osmium-StĂŒcks ĂŒbertragen werden. Das Gewicht, die Reinheit, die Produktart, seine Abmessungen und das Ursprungsland sind auf diesem digitalen Dokument vermerkt, sowie eine Unterschrift des Leiters des Osmium-Instituts. Dieser offizielle Rahmen ist nur bei Osmiumobjekten zu finden, die die Prozesse des Instituts durchlaufen haben. Somit wird einem Schwarzmarkt entgegengewirkt und die QualitĂ€t des Produkts gewĂ€hrleistet.

Zur Vermeidung hoher finanzieller Werte an einem Standort wird bei der Zertifizierung auf dezentrales Arbeiten ein Augenmerk gelegt. Kriminellen Absichten wird somit ein Hindernis entgegengestellt und Mitarbeiter sowie Produkte werden geschĂŒtzt. Waren, die sich beispielsweise zur Nachzertifizierung oder fĂŒr kurze Zeit im Osmium-Institut aufhalten, sind der Gefahr eines unerwarteten Zwischenfalls ausgesetzt. Die ZertifizierungstĂ€tigkeit ist folglich auf verschiedene Labore aufgeteilt, deren Orte wiederum nicht publiziert werden. Konkrete Orte, Personen und Transportwege werden nicht einsehbar gestaltet, sodass Diebstahl oder mögliche AnschlĂ€ge aus Habgier nicht vollzogen werden können. Zu Identifikationszwecken des kristallinen Edelmetalls unterstĂŒtzt weiterhin ein Identifizierungscode. Jener Code wird einmalig pro StĂŒck vergeben und neben dem Zertifikat in einer Datenbank hinterlegt. Sollte ein StĂŒck Osmium seinem Besitzer verloren gehen, kann es anhand seiner individuellen OberflĂ€chenstruktur in der Datenbank identifiziert und wiedererkannt werden, wenn es erneut auf den Markt kommt. Diese Maßnahmen werden begleitet von der Unmöglichkeit, kristallines, zertifiziertes Osmium anonym zu kaufen.

Nach diesen Schritten wird die Ware zu den Versandstellen gebracht.

3.2.4. Endprodukt

Neben der bereits vermerkten flachen Form und funkelnder OberflĂ€che ist kristallines Osmium als fertiges Produkt in unterschiedlichen Erscheinungsformen verfĂŒgbar. Kleine Formen sind sogenannte Osmium-Diamonds und Osmium-Stars. Erstere sind kleine, rund ausgeschnittene Elemente. Die ausgeschnittene Gegenform bildet den Osmium-Star als Pendant. Weiterhin gibt es grĂ¶ĂŸere kreisförmige Produkte und rechteckige Osmium-Barren zu erwerben. Das Portfolio beinhaltet fĂŒr Sammler oder die Schmuckindustrie Osmium-Zahlen, -Buchstaben und -2D Formen. Solche Formen können individuell vom Kunden festgelegt und in Kooperation mit zertifizierten und geschulten Betrieben aus der Kristallstruktur geschnitten werden.

3.3 Vertriebsweg

Möglichkeiten, kristallines Osmium zu erwerben, basieren primĂ€r auf einem Online-Shop oder dem persönlichen Verkauf. Das Osmium-Institut hat einen internationalen Shop eingerichtet, in welchem man alle Osmiumprodukte einsehen kann, die derzeit verfĂŒgbar sind. Es lĂ€sst sich das gewĂŒnschte Objekt bestellen und per Vorkasse bezahlen. Das Osmium-Institut trĂ€gt Sorge fĂŒr einen versicherten Versand und schickt das StĂŒck zum KĂ€ufer. FĂŒr unterschiedliche KaufbetrĂ€ge sind aus SicherheitsgrĂŒnden verschiedene Transportwege und -arten vorgesehen.

Diese Distribution wird flankiert von einer funktionellen Kommunikationspolitik durch zertifizierte HĂ€ndler. Jeder, der sich fĂŒr Osmium als Edelmetall oder Wertanlage interessiert, kann eine Qualifikation besuchen und erhĂ€lt nach bestandener PrĂŒfung ein Zertifikat, einen Empfehlungsgebercode und die Erlaubnis, mit Osmium handeln zu dĂŒrfen. DafĂŒr bietet sich ein eigener Internetauftritt an, auf dem ĂŒber Osmium informiert und das Produkt beworben wird. Kaufinteressenten können sich von dort aus zum Online-Shop weiterklicken, wobei der Empfehlungsgebercode im Hintergrund vermerkt wird. Technisch ist es folglich nachvollziehbar, dass jener Kaufinteressent den Weg ĂŒber den Internetauftritt des Empfehlungsgebers gewĂ€hlt und dementsprechend auf das Marketing reagiert hat. Kauft daraufhin der Interessent, wird der Vermittler durch den vermerkten Code am Gewinn des Osmium-Instituts beteiligt. Dies erhöht nicht den Kaufpreis fĂŒr den Kunden. Eine weitere Initiative, am Erfolg des Osmium-Instituts teilzuhaben, ist die Kategorisierung als GroßhĂ€ndler. Ein solcher kauft das Edelmetall direkt vom Osmium-Institut und zahlt einen rabattierten Kaufpreis. Somit wird das kristalline Element zum Listenpreis wiederverkauft und ein Gewinn erlangt, vorausgesetzt der Preis des Edelmetalls ist gleichgeblieben oder gestiegen.

Alle involvierten HÀndler und Partner können auf dezentrale Informationen zugreifen und es wird ihnen ein Schulungsangebot offeriert. Sie erhalten Zugriffe auf Textdokumente, Bilder und Neuigkeiten und erhalten Einblick in ihre Abrechnungen und monatlichen VerkÀufe.

4. Einordnung von Osmium als nachhaltiges Produkt

Nachdem die Herkunft und Aktionen um den Lieferweg erlĂ€utert wurden, werden nun die zuvor besprochenen Kriterien angewendet. Zur Übersicht werden die AktivitĂ€ten und Maßnahmen des zentralen Organs Osmium-Institut nach den einzelnen Kriterien zu Environment, Social und Government dargestellt und evaluiert. Vermerke zu bearbeiteten Kriterien sind in eckige Klammern eingetragen.  Die ausgewĂ€hlten Kriterien eines Fairtrade-Produkts sind thematisch eingeordnet. Um eine bessere Übersicht darzulegen, werden unter Punkt 4.5 in einem Diagramm die zutreffenden, teils zutreffenden und nicht-zutreffenden Kriterien aufgezeigt.

4.1 PrĂŒfung der Umweltkriterien

Der Abbau eines Edelmetalls gilt hĂ€ufig als umstritten, da fĂŒr die FlĂ€chen der Minen in die Natur eingegriffen wird und möglicherweise durch Schadstoffe belastet. Ferner kann dies zum Verlust von Lebensraum von Pflanzen und Tieren fĂŒhren. Zum Bewertungsgegenstand gehören daher der Ausstoß von umweltschĂ€dlichen Gasen, der Verbrauch von Ressourcen und der Umgang mit schĂ€dlichem Abfall. Unter Punkt 2.2 sind acht Kriterien (A-H) zum Themenbereich „Environment“ zu finden.

Das Osmium-Institut achtet beim Herauslösen des rohen Osmiumschwamms auf Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen. Wie angemerkt, tragen spezielle Filter dazu bei, das giftige Osmiumtetroxid nicht in die AtmosphÀre zu entlassen, sobald es freigesetzt wird. Erst seit Osmium seitens des Unternehmens nachgefragt wird, findet diese Trennung statt.

Beim Transport von rohem Osmium wird der CO2 Ausstoß in der Lieferkette minimiert: Die Menge an pulverförmigen Osmium passt in ein HandgepĂ€ckstĂŒck, und es fallen keine Transport durch Containerschiffe oder LKW an, die das Material zur KĂŒste, ĂŒber die Meere oder durch das Land transportieren.[C in Teilen]     
Das Osmium-Institut und seine Mitarbeiter wickeln nur nötige geschĂ€ftsinterne Ortwechsel ab und regulieren dabei nach Möglichkeit den CO-Ausstoß. Im Fall eines Versandauftrags verzichten die BeschĂ€ftigten vor der Zertifizierung auf eine umfangreiche Verpackung auf dem Postweg. Das Verpackungsmaterial ist vollstĂ€ndig recyclebar. [F in Teilen, e vollstĂ€ndig]          
RegelmĂ€ĂŸige Online-Workshops und -Schulungen trainieren die Mitarbeiter in nachhaltigem Handeln am Arbeitsplatz, sodass dafĂŒr keine Printmedien genutzt oder verschickt werden mĂŒssen. Zudem ist das Osmium-Institut ist darauf ausgelegt, seine TĂ€tigkeiten ortsunabhĂ€ngig auszufĂŒhren und auf gleicher Weise mit Zulieferern zu kommunizieren. Ein „papierloses“ Arbeiten wird somit vollstĂ€ndig umgesetzt. [E vollstĂ€ndig]

Weiterhin arbeitet das Unternehmen am Recycling des Rohstoffs: Osmium zu recyclen ist sehr aufwĂ€ndig und komplex, da das Edelmetall nicht eingeschmolzen werden kann, ohne seine Struktur zu verlieren. Somit wird das nicht kristallisierte Osmium in den Recyclingprozess eingebracht, indem es die fehlgeschlagenen Schritte erneut durchlĂ€uft. Das Endprodukt selbst könnte ebenfalls mit viel Aufwand recycelt werden, wobei die Wirtschaftlichkeit damit vernachlĂ€ssigt werden wĂŒrde.

Um das weltweite Problem von Mikroplastik in den Weltmeeren anzugehen, ist es dem Team ein Anliegen, helfende Technologien finanziell zu unterstĂŒtzen. Dieser Schritt ist in Planung und wird bei höheren UmsĂ€tzen des Osmium-Instituts durchgefĂŒhrt [p vollstĂ€ndig]. Mit diesem Bekenntnis wurde im Edelmetallbereich der Punkt eines konkreten Vorhabens kommuniziert. Es wurde eine Umweltpolitik formuliert und veröffentlicht, die als Grundlage fĂŒr unternehmerische Entscheidungen dienen soll. Diese befindet sich innerhalb des SchriftstĂŒcks zur Selbstbekundung zum ethischen Handeln [B in Teilen]. Ob umweltbezogene Richtlinien in der Weiterverarbeitung eingehalten werden, ĂŒberprĂŒft in Teilen der Forschungs- und Entwicklungsausschuss und der Beschaffungsausschuss des Osmium-Instituts. [D in Teilen]

Dennoch ist festzustellen, dass der Punkt (H) gĂ€nzlich fehlt und (G) nur in Teilen zutrifft. Hier wĂ€re eine konkrete Analyse von Wasser-, Energieverbrauch, Abfall und weitere GrĂ¶ĂŸen anzugeben, um ein Umweltmanagementsystem erstellen und einhalten zu können, also um das Kriterium (A) einer formulierten Umweltpolitik zu erfĂŒllen. Dazu wĂ€re ein firmeninternes Kontrollorgan zu berufen, welches die Umweltauswirkungen und den Ressourcenverbrauch ĂŒberschaubar koordiniert.

Im Fairtrade-Bereich sind die Kriterien (c)-(g) zu ĂŒberprĂŒfen. Das Herauslösen von Osmium geschieht mit unterschiedlichen Chemikalien, von denen keine auf der „roten Liste“ steht [c vollstĂ€ndig]. HauptsĂ€chlich kann es metallurgisch oder mechanisch aus dem Osmiridium gelöst werden.

Umweltbelastungen durch verschmutzendes Abwasser oder Gase werden seitens des Osmium-Instituts ausgeschlossen, wobei die Minenbetreiber der Verfasserin dieser Arbeit unbekannt sind und dieser Punkt daher nicht vollstĂ€ndig beurteilt werden kann. Es kann folglich ebenfalls nicht festgestellt werden, ob die BiodiversitĂ€t gesichert oder beispielsweise VerhĂŒtungen von ZwischenfĂ€llen beim Abbau durchgefĂŒhrt werden [d in Teilen]. Ebenso verhĂ€lt es sich mit dem genauen Standort der Minen, welcher rechtlich nicht geschĂŒtzt sein darf. [g in Teilen]

Die Lagerung, Verwendung und Entsorgung von gefĂ€hrlichen Substanzen werden innerhalb der Labore sichergestellt und ebenfalls dokumentiert. Da Osmium nur auf Nachfrage herausgelöst wird, wird eine Überproduktion oder Zwischenlagerung vermieden. [f vollstĂ€ndig]

4.2 PrĂŒfung der Sozialkriterien

Um eine ethische Bewertung der GeschÀftsaktivitÀten vorzunehmen, ist der Umgang mit Arbeitnehmern und indirekt Zuarbeitenden des Instituts zu fokussieren. Deren Arbeitsbedingungen werden nachstehend in den Punkten Entlohnung, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Sozialleistungen, Arbeitssicherheit und Weiterbildungsmöglichkeiten beleuchtet.

Den Mitarbeitern des Osmium-Instituts wird ein sicherer Arbeitsplatz gewĂ€hrleistet. ArbeitsvertrĂ€ge unterliegen keiner LaufzeitbeschrĂ€nkung. Es wird zudem auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet und den Mitarbeitern ein Mitspracherecht in deren Arbeitsplatzgestaltungen angeboten. Somit sind Einstiegsmöglichkeiten in TeilzeitbeschĂ€ftigung möglich [O vollstĂ€ndig]. Das Osmium-Institut und seine Mitarbeiter arbeiten papierlos. Auch die bereits erlĂ€uterten Zertifikate fĂŒr die Osmium-Objekte existieren digital. Diese Tatsache macht eine flexible zeitliche Arbeitseinteilung, Gleitzeiten und ein freies vor-Ort-sein fĂŒr viele Mitarbeiter möglich [N vollstĂ€ndig]. Kernarbeitszeiten sind an wenigen Stellen des Gleitzeitmodells nötig. Trotz der AnpassungsfĂ€higkeit der ArbeitsvertrĂ€ge existiert eine feste Wochenstundenzahl von 36 Stunden, die jeder Arbeitnehmer zu leisten hat. Überstunden fallen unregelmĂ€ĂŸig an, da zum einen durch Gleitzeit ein flexibles Gestalten ermöglicht wird und zum anderen die Arbeit ĂŒberschaubar im Voraus geplant wird [n vollstĂ€ndig]. Dazu besteht jederzeit die Möglichkeit, aus einem BĂŒro heraus zu arbeiten, um Teamarbeiten zu erleichtern. Gleichermaßen finden Besprechungen in persönlicher Versammlung statt. Neben dem Vorbeugen mentaler Überlastung wird in angemessenem Ausmaß auf die körperliche Gesundheit der Mitarbeiter geachtet [K vollstĂ€ndig, k vollstĂ€ndig]. HierfĂŒr wurde unter anderem ein Ruderboot angeschafft und es wird sich um ein kollegiales Klima bemĂŒht, sodass der Einzelne sein BedĂŒrfnis ohne Bedenken Ă€ußern kann [q vollstĂ€ndig]. Es werden online Schulungen und Trainings angeboten, um soziale und praktische Fertigkeiten zu verbessern [P vollstĂ€ndig]. Oben genannte Punkte sind schriftlich festgehalten und werden offen kommuniziert. Die Leitung des Osmium-Instituts bekennt sich zum verantwortungsbewussten Umgang mit ihren Mitarbeitern und hat dementsprechend betriebsinterne, ausformulierte Leitlinien [I vollstĂ€ndig, J vollstĂ€ndig]. Diese sind im Anhang 1 in Teilen angefĂŒgt. Eine Analyse der Situation von jedem BeschĂ€ftigten wird derzeit nicht durchgefĂŒhrt, da die ĂŒberschaubare Anzahl der Mitarbeiter einen persönlichen Austausch mit der GeschĂ€ftsleitung ermöglicht und eine Aufgabenteilung mit flachen Hierarchien praktiziert wird [R nicht erfĂŒllt]. Eine Messung der Mitarbeiterzufriedenheit wird durch regelmĂ€ĂŸige Befragungen gewĂ€hrleistet. [S vollstĂ€ndig]

Das Osmium-Institut achtet darauf, dass kein Mitarbeiter wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts oder anderen Merkmalen, die Diskriminierung zulassen, benachteiligt wird. Chancengleichheit wird offen kommuniziert. Zudem wird darauf geachtet, dass aufgrund der anhaltenden Ungleichheit in SĂŒdafrika, die der Apartheid und dem verbundenen Rassismus geschuldet ist, alle Menschen rund um das Labor berĂŒcksichtigt werden. [j vollstĂ€ndig]

4.2.1 Entlohnung

Das Osmium-Institut zahlt seinen Mitarbeitern einen - fĂŒr die spezifischen TĂ€tigkeitsbereiche- ĂŒberdurchschnittlichen Lohn [a vollstĂ€ndig]. Grund hierfĂŒr sei die Anreizfunktion von finanzieller WertschĂ€tzung. Ein einzigartiger Job erfordere Eigenverantwortung und Vertrauen, und diese Attribute sollen entsprechend vergĂŒtet werden. Die Zahlungen werden regelmĂ€ĂŸig am Monatsende abgewickelt wie die Zahlungen fĂŒr extern bezogene Dienstleistungen oder Produkte. [m vollstĂ€ndig]

4.2.2 Sozialleistungen

Neben finanzieller Entlohnung werden nun soziale Komponenten einer Arbeitsumgebung betrachtet. Die Urlaubstage eines jeden Mitarbeiters sind mit 24 Tagen veranschlagt. Sowohl Dienstreisen werden im Vorfeld abgesprochen und vom Osmium-Institut finanziert als auch die Arbeitskleidung wie Laborkittel und Schutzkleidung, Handschuhe und in Zeiten der Corona-Pandemie der Mundschutz. Die Mitarbeiter profitieren von einem Rabatt in der Höhe des GroßhĂ€ndlerrabatts beim Kauf des Produktes Osmium. Freizeitangebote werden insofern gestellt, dass auf regelmĂ€ĂŸig anfallenden Dienstreisen die BeschĂ€ftigten touristische AusflĂŒge besuchen können und dĂŒrfen. Mithin findet eine Zahlung von außerbetrieblichen Leistungen zu großen Teilen statt. [Q in Teilen]

4.2.3 Arbeitssicherheit

Das Osmium-Institut koordiniert nicht nur die Maßnahmen zur Unversehrtheit der eigenen Mitarbeiter, sondern stellt dazu in großen Teilen sicher, dass externe Dienstleister in gefĂ€hrlicheren Bereichen wie in den Laboren und Goldschmieden, ihre Mitarbeiter schĂŒtzen. Weiterbildungsangebote, Aktionen wie „Tag der Sicherheit“, GewĂ€hrleistung der Pausen und Erholungszeiten, regelmĂ€ĂŸige Info-Veranstaltungen, Wissensvermittlung ĂŒber Unternehmenswerte und Handlungen sind Instrumente, um den hohen Rang der Sicherheit zu vermitteln. [T vollstĂ€ndig]

Nicht festgestellt werden kann (o) und (U): Ob Bergleute eine angemessene SchutzausrĂŒstung tragen und diese vom Arbeitgeber bezahlt wird, ist aufgrund der nicht preisgegebenen Minenstandorte und -betreiber nicht bewertbar. Ebenfalls ist nicht feststellbar, ob soziale Mindeststandards eingehalten werden.

4.3 PrĂŒfung der Governance-Kriterien

Die Leitung eines Unternehmens bringt Pflichten und strategische Entscheidungen mit sich. Innerhalb des Osmium-Instituts und der UnternehmensfĂŒhrung werden AktivitĂ€ten verzeichnet, die organisatorisch auf Menschen und Umwelt Auswirkungen haben. Unternehmensintern bestehen unterschiedliche Maßnahmen, um ethisches Handeln jederzeit zu berĂŒcksichtigen. Es bestehen gefestigte Prozesse und Schritt-fĂŒr-Schritt-PlĂ€ne, die im Falle einer Nicht-Einhaltung von Vorschriften greifen und das jeweilige Osmium-Institut unterweisen. Bei einer Abweichung vom Regelwerk wird es mit verpflichtenden Änderungsaufgaben belegt. Ein Beschwerdemanagement fĂŒr Mitarbeiter ist formal nicht geregelt, es wird jedoch aufgrund der ĂŒberschaubaren Mitarbeiterzahl praktiziert und dazu ermutigt [V vollstĂ€ndig, W vollstĂ€ndig]. Des Weiteren wird jĂ€hrlich ein Sustainability Report angefertigt, welcher auf unterschiedliche Operationen zur Erhaltung eines nachhaltigen Betriebsablaufs eingeht [Z vollstĂ€ndig]. Stakeholder sind fĂŒr das Osmium-Institut von hoher PrioritĂ€t, da gerade auf dem Edelmetallmarkt von vielen Negativbeispielen berichtet wird.

Diese ĂŒbergeordnete Selbstregulierung ist neben dem Hinzuziehen von Mitarbeitern im Fachbereich Unternehmensethik eine Hilfestellung, um bei Unsicherheiten einen direkten Ansprechpartner zurate ziehen zu können und beispielsweise Anti-Korruptionsrichtlinien zu erlassen. Demnach ist es dem Team des Osmium-Instituts untersagt, Geld- oder Sachwertgeschenke im Wert von ĂŒber 30 Euro anzunehmen [L vollstĂ€ndig]. Beobachtet werden dazu wirtschaftliche und politische VerĂ€nderungen und Verflechtungen in der Umwelt der Zulieferer. Nach derzeitigem Stand werden fĂŒr die Unternehmungen keine NGOs zu Rate gezogen in den fĂŒr die Produktherstellung relevanten FertigungsstĂ€tten. [X nicht erfĂŒllt]

Die Leitung des Osmium-Instituts ist der Ansicht, dass Bildung fĂŒr jeden Menschen zugĂ€nglich sein soll, unabhĂ€ngig von seinem sozialen Hintergrund. Um junge Menschen aktuell zu fördern und den Gedanken der frei zugĂ€nglichen Bildung fĂŒr Jedermann zu ermöglichen, bietet das Unternehmen SchĂŒlerpraktika und temporĂ€re ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Menschen aus wegfallenden Berufsgruppen an. Man verfolgt das Ziel, Technologien innovativ zu nutzen und dafĂŒr wegfallende BeschĂ€ftigungen zu kompensieren. [Y in Teilen]

4.3.1 Stakeholder

Das Osmium-Institut bemĂŒht sich, entgegen negativer Beispiele aus dem Bergbausektor die sich dort bewegenden Parteien und ZustĂ€nde zum Positiven zu beeinflussen. Dahingehend begibt es sich mit seinen Stakeholdern in Dialoge und tauscht sich ĂŒber mögliche InteressensĂŒbereinstimmungen und -konflikte aus [h vollstĂ€ndig]. Ebenfalls zielt die Auswahl von ausgesuchten Lieferanten auf ein ethisches Handeln ab, wofĂŒr ein Beschaffungssausschuss eingerichtet wurde [b in Teilen, i vollstĂ€ndig]. So ist das Familienunternehmen Heraeus ein zentraler Lieferant fĂŒr Rohosmium. Heraeus ist weltweit fĂŒhrend in Technologienentwicklung und versorgt die unterschiedlichen Industrien unter anderem mit Rohstoffen.[28]

Das Osmium-Institut ergreift regelmĂ€ĂŸig Maßnahmen, um mit einem sicheren Produkt Kundenzufriedenheit zu gewĂ€hrleisten. Dazu gehört, möglichst viele korrekte Informationen ĂŒber kristallines Osmium einsehbar zu machen. Über VerbesserungsvorschlĂ€ge wird offen diskutiert und diese werden dankbar entgegengenommen, um das junge Unternehmen zu verbessern. [q vollstĂ€ndig]

4.3.2 Shareholder

An der Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH sind mehrere Personen als Anteilseigener beteiligt. Wirtschaftliche Gewinnerzielung, gerechte Verteilung des Gewinns und Reputation gehören zu deren Interessen, sowie Umsetzung der Unternehmensethik und Dialog zum operativen und strategischen GeschĂ€ft. Dies passiert in Meetings zur Festlegung der Unternehmensziele. Als Ergebnis werden Übersichten und Reporte erstellt.

4.3.3 Institutionen, industrielle ZusammenschlĂŒsse, Öffentlichkeit

Die GmbH steht mit Behörden und Vereinen in Verbindung, um Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz und Normen der Deutschen Industrie einzuhalten. Behördliche Richtlinien werden anhand von Steuerzahlungen und Einhaltung von Ordnungen befolgt. Das Osmium-Institut hĂ€lt sich an nationale und internationale Gesetze und an die Umweltauflagen der fĂŒr das operative GeschĂ€ft relevanten LĂ€nder. Zudem wird das Bemerken bestehender oder entstehender Graufelder in der Gesetzgebung direkt an entsprechende Stellen weitergegeben. Ferner bewegt sich das Team des Osmium-Instituts auf Messen und Ausstellungen und steht im regen Austausch mit branchengleichen Betrieben, um Neuigkeiten oder VerĂ€nderungen im Edelmetallsektor in Erfahrung zu bringen.

4.4 PrĂŒfung auf Ausschlusskriterien

Das Osmium-Institut betont in seiner betriebsinternen Stellungnahme zum Thema Ethik, dass auf die Einhaltung der Menschenrechte streng geachtet wird.

FĂŒr ethisch korrektes Handeln ist es wie angedeutet ebenso wichtig fĂŒr die Organisation, sich mit GeschĂ€ftspartnern abzusprechen und keine Abweichung der Einhaltung der Menschenrechte zu tolerieren. Wer Menschenrechte und Gleichheit wĂŒnscht, dĂŒrfe Diskriminierung keiner Art tolerieren, billigen oder unterstĂŒtzen. Das Osmium-Institut deklariert, in allen ihm zugĂ€nglichen und einsehbaren Bereichen darauf zu achten, niemanden wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Hautfarbe, seiner Ethnie oder seiner sexuellen Orientierung zu benachteiligen. Das „Übersehen“ von menschenunwĂŒrdigen VerhĂ€ltnissen wie Folter, Kinderarbeit oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist fĂŒr das Unternehmen ausgeschlossen. Weiterhin trifft keines der Ausschlusskriterien in den Bereichen „nachhaltiges Finanzprodukt“ sowie „Fairtrade-Edelmetall“ trifft zu, da der Platinabbau nicht mit Thematiken wie Atomenergie, Alkoholproduktion, pornographischen Material oder Herstellung von RĂŒstungsabbau zusammenhĂ€ngt. ZusĂ€tzlich ist zu erwĂ€hnen, dass aufgrund der der Autorin unbekannten Platinminen nicht final nachvollziehbar sichergestellt werden kann, dass illegale SicherheitskrĂ€fte, Umweltzerstörung oder das Nichteinhalten von Arbeitsrechten verhindert werden.

4.5 Zwischenfazit

Zur Übersicht wird ein Diagramm dargestellt, welches das Zutreffen der einzelnen Kriterien aufzeigt. Die oberen Balken vermitteln die Nachhaltigkeit fĂŒr ein Fairtrade-Edelmetall und die Unteren fĂŒr ein nachhaltiges Finanzprodukt. Hierbei ist zu beachten, dass der Eurosif-Katalog, bzw. die Stiftung Warentest vorsieht, Kriterien in unterschiedlicher VollstĂ€ndigkeit zu erfĂŒllen. Es wird der Übersicht halber zwischen „trifft zu“, „trifft nicht zu“ und „in Arbeit“ unterscheiden. Somit kann festgestellt werden, ob kristallines Osmium ein nachhaltiges Finanzprodukt ist. Eine ebensolche Einteilung ist fĂŒr die PrĂŒfung auf faires Edelmetall vorgesehen. FĂŒr die schriftliche Auswertung werden die Ergebnisse beider Kategorien betrachtet.

Abbildung 1 Zutreffen der Nachhaltigkeitskriterien

Quelle: Eigene Darstellung

Der Abbildung 1 zu entnehmen ist ein ĂŒberwiegendes Zutreffen der Nachhaltigkeitskriterien. An zweiter Stelle folgen Kriterien, an deren Prozesse derzeit gearbeitet wird oder deren ErfĂŒllung bisher nur in Teilen besteht. Der rote Balken zeigt an, welche Kriterien nicht erfĂŒllt sind. Inhaltlich werden alle Kriterien gleich gewogen, allerdings sind die Themenbereiche unterschiedlich ausgeprĂ€gt.

FĂŒr die folgenden Rechnungen wurde fĂŒr die nicht erfĂŒllten Kriterien 0 Punkte vergeben, fĂŒr in Teilen erfĂŒllte Kriterien 0,5 Punkte und fĂŒr in GĂ€nze zutreffende Kriterien 1 Punk vergeben. Es gibt 16 Kriterien, dessen volle ErfĂŒllung 100 % ergeben wĂŒrden. Somit ergibt sich die Rechnung fĂŒr ein Fairtrade-Edelmetall:

0x0 + 0,5x4 + 1x12 = 14

14/16 = 0,875

Kristallines Osmium ist anhand der ausgewÀhlten Kriterien und der Analyse auf Basis von Informationen des Osmium-Instituts zu 87,5 % ein Fairtrade-Edelmetall.

Das gleiche Schema wird fĂŒr die PrĂŒfung eines nachhaltigen Finanzprodukts angewandt, wobei 25 Kriterien zu erfĂŒllen sind.

4x0 + 8x0,5 + 13x1 = 17

17 / 25 = 0,68

Somit ist das Produkt auf Basis der eingeflossenen Kriterien und Informationen zu 68 % ein nachhaltiges Finanzprodukt, wobei Osmium nur zu geringem Teil ein Finanzprodukt darstellt.

Die Ausschlusskriterien werden in dem Diagramm nicht berĂŒcksichtigt. All jene geschilderten ZustĂ€nde, die nicht zutreffen sollten, können seitens des Instituts ausgeschlossen werden. Eine direkte Verbindung zu z.B. Verbrechen gegen die Menschlichkeit kann mit den zugrunde gelegten Informationen nicht hergestellt werden und liegt mit deutlicher Betonung nicht im Interesse der UnternehmensfĂŒhrung.

Abschließend ist die Summe beider Ergebnisse zu dividieren. Es resultiert, dass das Produkt kristallines Osmium zu 77,75 % nachhaltig ist.

Die erfĂŒllten, hier grĂŒn dargestellten Kriterien sind zum großen Teil dem sozialen Bereich zuzuordnen. Es ist auffĂ€llig, dass das Osmium-Institut seine Mitarbeiter und internen Prozesse umsichtig behandelt und die Mitgestaltung der Mitarbeiter mit Maßnahmen fördert. Durch die moderne Arbeitsweise mit flexiblen Arbeitszeiten und den flachen Hierarchien sind ein unkomplizierter Austausch und stĂ€ndige Verbesserung möglich. Auch werden Sicherheitsvorkehrungen getroffen und großer Wert auf Gesundheitsthemen gelegt, die mit Material und Schulungen durchgesetzt werden. Es existieren kommunizierte, grundlegende Richtlinien fĂŒr das nachhaltige Arbeiten. Die UnternehmensfĂŒhrung setzt Vorkehrungen durch, um Umweltthemen durch papierloses Arbeiten und recyclebare Verpackungen aufzugreifen.

Allerdings sind dazu zwei der vier nicht erfĂŒllten Punkte dem Themenbereich Environment, bzw. Umwelt zuzuordnen. Es fehlt ein konkret formuliertes Umweltmanagement und reprĂ€sentative Zahlen im Bereich der Ressourcennutzung. Weiterhin wird sich nicht mit unabhĂ€ngigen Organisationen an den FertigungsstĂ€tten ausgetauscht. Ebenfalls sind die in Teilen erfĂŒllten Kriterien im Schwerpunkt der Umwelt zuzuordnen: Die gelbe FlĂ€che ist der teilweisen ErfĂŒllung von insgesamt 12 Kriterien geschuldet, von denen die HĂ€lfte auf Umweltthemen fallen. Auch die Tatsache, dass der Ort der Minen und somit die Abbaubedingungen vor Ort der Autorin unbekannt sind und nicht deutlich bewertbar sind, fallen in diesen Bereich.

Zum Erstellen von Verbesserungsmaßnahmen wird im Folgenden das Osmium-Institut als Organisation genauer betrachtet.

5. Die Organisation Osmium-Institut

Das Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung fĂŒr Osmium ist eine 2014 gegrĂŒndete GmbH. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer ist Ingo Wolf. Es arbeiten derzeit 8 Personen direkt im deutschen Osmium-Institut und weitere 300 Personen international fĂŒr den Betrieb. Sein Zweck grĂŒndet sich darin, einen einheitlichen Umgang in Handel und Verarbeitung von kristallinem Osmium sicherzustellen. Dazu gehört, neben der Weitergabe und Erstellung korrekter Informationen, ein Ansprechpartner fĂŒr KĂ€ufer und Interessenten zu sein, Lieferanten zu koordinieren, Pressearbeit zu betreiben, nationale und internationale Richtlinien einzuhalten und bei Teilung eines Osmium-StĂŒcks eine erneute Zertifizierung zu initiieren.

Das Institut gliedert sich in folgende AusschĂŒsse, die Themenschwerpunkte im Team behandeln:

Beschaffungsausschuss: Die Ermittlung von Quellen fĂŒr die Beschaffung von Rohosmium und der Schutz bestehender Vertragsbeziehungen ist die zentrale Aufgabe des Beschaffungsausschusses. Hinzu kommt die jĂ€hrliche Kontrolle, um bestehende Lieferbeziehungen auf ethische und wirtschaftliche Übereinstimmung zu ĂŒberprĂŒfen. Je nach Ergebnis fĂŒhrt dieser Abgleich zum VerlĂ€ngern der GeschĂ€ftsbeziehung oder zum Annullieren und Auffinden neuer potenzieller Partner.

Personalausschuss: Die HaupttĂ€tigkeit dieses Ausschusses ist die Einstellung von Mitarbeitern. Dies beinhaltet die Entwicklung von Anforderungen an neue Mitarbeiter fĂŒr die bestehenden Abteilungen und stellt sicher, dass klare Einstellungskriterien und definierte Rollen erstellt werden. Entscheidungen zur Festanstellung werden nach Abschluss der Probezeit vom Personalausschuss getroffen.

Forschungs- und Entwicklungsausschuss: Ziel des Organs ist es, Prozesse effizienter zu gestalten und die ProduktqualitĂ€t zu erhöhen. Zu seinen Funktionen zĂ€hlen das Untersuchen interner Projekte, um im Gebiet der Technologien, Zertifizierung, Arbeitsgestaltung und Unternehmensorganisation neue AnsĂ€tze zu optimieren. Methodik und Analytik werden regelmĂ€ĂŸig identifiziert, bewertet und verbessert.

Wissenschaftlicher Beratungsausschuss: Schwerpunkt dieses Ausschusses ist die Ausbildung externer Partner wie HĂ€ndler, Schnittbetriebe und Weiterverarbeiter auf jeglichen Stufen. DafĂŒr werden Schulungsinhalte, -methoden und -konzepte entwickelt.

Ausschuss fĂŒr Unternehmensentwicklung: Ein Teil der Unternehmensentwicklung besteht aus MarkterschließungsaktivitĂ€ten und Interaktionen mit neuen- sowie Bestandskunden. Eine SchlĂŒsselaktivitĂ€t ist das Einholen von Feedback vom Markt und die Definition und/oder Verbesserung von Prozessen, die die Kundenbeziehungen verbessern. Dazu gehören Informationsweitergabe und Bezugnahme auf Produkte und Risiken, um im Edelmetallsektor fĂŒr Transparenz zu sorgen.

Das deutsche Osmium-Institut ist parallel darauf ausgelegt, mit der Verbreitung der PopularitĂ€t kristallinen Osmiums ein internationales Netzwerk aufzustellen. So ist es derzeit in Realisierung, Osmium-Institute weltweit zu errichten. Bestehende Institute sind lokal ansĂ€ssig in Slowenien, Osterreich, Spanien und vielen weiteren LĂ€ndern. Ein ĂŒbergeordnetes unabhĂ€ngiges Organ ist der Osmium World Council, welcher als eingetragener Verein den Austausch der einzelnen Osmium-Institute koordiniert. ZusĂ€tzlich stellt es eine fachlich fundierte Instanz dar, um ĂŒber die MarkteinfĂŒhrung von Osmium zu informieren. Das Kontrollorgan verfolgt Verbesserungen der Zollregularien und die EinfĂŒhrung des Edelmetalls an der Börse. Anders als beim Rohstoff Gold oder Silber bildet sich der Preis des kristallinen Osmiums noch nicht an der Börse durch Angebot und Nachfrage. In der Schweiz wird der Preis durch einen Algorithmus tĂ€glich kalkuliert. Faktoren wie das Angebot an Rohosmium, der aktuelle Lagerstand, die Zahl der Kristallisationsöfen und die laufenden Kosten fĂŒr Sicherheitsvorkehrungen und Mitarbeitern fließen in die Fixierung ein, wobei die Erfolgsrate der Kristallisation der ausschlaggebendste Faktor ist. Dieser Bestandteil birgt am meisten Risiko und ist am kostenintensivsten.

Wie bereits angemerkt, ist der Kristallisierungsprozess von pulverförmigem Osmium streng geheim und wurde nicht publiziert. Basierend darauf entsteht ein Monopol am Markt, welches sich auf die exklusive Zusammenarbeit mit der Kristallisierungsgesellschaft bezieht. So verfĂŒgt nur das Osmium-Institut ĂŒber eine Lizenz, um vom Know-how der Kristallisierungsgesellschaft profitieren zu können. FĂŒr den Markt bedeutet es eine ĂŒberschaubare Anzahl an Akteuren und ein einfaches Überblicken von Bezugsquellen in der Produktion.

6. Verantwortlichkeiten

Eine festgelegte, allgegenwĂ€rtig geltende Definition von Verantwortung existiert nicht, wobei ihr KerngerĂŒst als eine Verbindung zwischen drei EntitĂ€ten bestimmt werden kann. Akteur A steht fĂŒr die Folgen seiner Handlungen H ein, bezogen auf eine geltende Norm N. Die Verantwortung bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung von Normen oder Regeln und kann deswegen nicht als Verpflichtung gesehen werden. Verantwortlichkeiten beruhen auf nicht eindeutig festgelegte Handlungserwartungen.[29] Personen sollten ferner das notwendige Wissen auszubilden und beachten. Somit ist laut Aristoteles derjenige auch zurechnungsfĂ€hig, „der aus Unwissenheit handelt“.[30] Angewandt ist folglich jedes mitwirkende Subjekt in der Lieferkette von rohem zu kristallinem Osmium verantwortlich, auch wenn ihm das Wissen ĂŒber mögliche Folgen fehlt. Außerdem sollten Kriterien wie Freiheit und KausalitĂ€t fĂŒr eine Verantwortungszuschreibung erfĂŒllt werden. Die KausalitĂ€t begrĂŒndet sich in einer beeinflussenden erwĂŒnschten oder unerwĂŒnschten Verbindung zwischen Handelndem, Handlung und Folge.[31] Aus einem selbstbestimmten Akt eines Handelnden ergibt sich die Freiheit mehrerer Handlungsoptionen. [32] [33] Diese Ansicht wird vor der Debatte um den freien Willen diskutiert, auf die hier nicht weiter eingegangen wird.
Es können mehrere Institutionen oder Personen verantwortlich fĂŒr einen Zustand sein und teilweise verantwortlich sein. Der Begriff des „verantwortlich seins“ wird zunĂ€chst deskriptiv verwendet; eine allgemeingĂŒltige normative Pflicht zur Anwendung und Handlung besteht hier nicht, ebenso wenig eine negative oder positive Behaftung des Begriffs. Der begrenzten LĂ€nge dieser Arbeit und der vorhandenen Informationen zugrunde wird nur auf Unternehmensethik und Konsumentenethik eingegangen.

Besonders im Ressourcenabbau ist VerantwortungsĂŒbernahme zu diskutieren: Neben den körperlichen Gefahren des Tiefbaus birgt er soziale Bedrohungen. Grund hierfĂŒr sind instabile Staaten, welche BodenschĂ€tze zum Abbau freigeben, jedoch nur ĂŒber mangelhaft funktionierende Institutionen verfĂŒgen. Insofern bestehen Strukturen politischer, juristischer und exekutiver Art, die je nach Bergbauregion von UnregelmĂ€ĂŸigkeiten und IllegalitĂ€t betroffen sind. Somit entstehen Ungerechtigkeit und prekĂ€re VerhĂ€ltnisse. SĂŒdafrika ist hier in Teilen zuordenbar.[34] Bergleute verfĂŒgen je nach Abbauort nur ĂŒber unzureichende Interessensvertretungen und betreiben illegalen Kleinstbergbau, um der herrschenden Armut zu entkommen. Auch die Umwelt trĂ€gt von rĂŒcksichtslosem Abbau der Minengesellschaften SchĂ€den davon, sodass Pflanzen und Tiere Lebensraum verlieren oder GewĂ€sser mit Chemikalien verschmutzt werden. Letzten Endes leiden darunter ebenfalls die ansĂ€ssigen Menschen, welche jene GewĂ€sser zur Nahrungszubereitung oder FeldbewĂ€sserung nutzen.[35] Diese und noch weitere GrĂŒnde heben den Begriff „Unternehmensverantwortung“ auf eine priorisierte Stufe und könnte von beteiligten Unternehmen thematisiert werden, insofern Bergbau direkt oder indirekt zur Produktherstellung genutzt wird. Der Aspekt der KausalitĂ€t und den der Freiheit trifft auf deren Handeln zu, auch wenn Unwissenheit besteht. Die Verantwortlichkeiten der anderen Subjekte in der Lieferkette, vorangestellt die der PGM-Minenbetreiber, bildet aus diesen GrĂŒnden ebenfalls einen Teil der Verantwortung ab.

Auch der Investor, der das Endprodukt kauft, ist laut oben genannter Definition ebenfalls verantwortlich. Er unterstĂŒtzt als Endverbraucher das Produkt, welches ohne Nachfrage nicht produziert werden wĂŒrde, und trĂ€gt durch seinen Kauf und inkludiertem Geldfluss zur Beibehaltung herrschender ZustĂ€nde bei. Auf der anderen Seite könnte er unerwĂŒnschte ZustĂ€nde verĂ€ndern, indem er Forderungen stellt und sein Handeln bzw. sein Kaufverhalten anpasst. Anhand des Arguments basierend auf Freiheit und KausalitĂ€t ist der Investor verantwortlich.

Ein ausschlaggebender Aspekt fĂŒr die regulierte Zuordnung von Verantwortlichkeiten des Unternehmens und Verbrauchers ist der mit dem Platinabbau einhergehende Osmiumabbau. Das Edelmetall ist als Beiprodukt enthalten und somit keine Ursache fĂŒr den Platinabbau oder den Eingriff in die Natur selbst. Dazu sollte betrachtet werden, dass durch das Herauslösen des Osmiums die Umwelt geschont wird: Das Edelmetall wĂŒrde stattdessen als flĂŒchtiges Gas in die AtmosphĂ€re entlassen werden oder im Platin verbleiben. Diese UmstĂ€nde entschĂ€rft die Thematik um den Osmiumabbau. Allerdings ist auch durch geringe Mengennachfrage nach Osmium an die Minenbetreiber eine KausalitĂ€t fĂŒr deren Handeln gegeben, sodass Verantwortung zugeschrieben werden kann. Die konkrete nachgefragte Menge ist hierfĂŒr irrelevant, da somit eine willkĂŒrlich festgesetzte Menge die Argumentation außer Kraft setzten wĂŒrde und diese logisch nicht durchfĂŒhrbar wĂ€re.

Die Verantwortlichkeiten von Unternehmen und Investor haben die finanzielle UnterstĂŒtzung der TĂ€tigkeiten in der Lieferkette gemeinsam. Sie könnten somit ihre teilweise Verantwortung wahrnehmen und in ihrem Ermessen handeln. Diese Möglichkeit ist eine Herangehensweise, um unerwĂŒnschte ZustĂ€nde in der Lieferkette zu verĂ€ndern. ZusĂ€tzlich dient die Übernahme von Verantwortung einer erhöhten Kundenbindung. Kunden empfinden den Kauf des Produktes kristallines Osmium als moralisch verantwortungs-bewusst, insofern das herstellende Unternehmen sich zu einer moralischen Herangehensweise bekennt und diese umsetzt.[36]. Welche Handlungsorientierung im Umgang mit Osmium denkbar ist, wird im Folgenden erlĂ€utert.

6.1 Unternehmensverantwortung

An dieser Stelle ist feststellbar, dass Verantwortung ĂŒbernommen werden muss. Corporate Social Responsibility (im Folgenden CSR) bedeutet die Debatte , ob und wie die ökonomische Gewinnmaximierung eines Unternehmen und eine soziale, nachhaltige Orientierung in Hinblick auf die Gesellschaft verbunden werden. Kernelement ist die Verantwortungs-wahrnehmung und -ĂŒbernahme.[37] Es wird Verantwortung unter anderem als Steuerungselement gesehen, welches die Umsetzung der Mitverantwortung fĂŒr die Gesellschaft beeinflusst. Dies geschieht durch Auswirkungen des Handelns in Bezug auf Klimawandel, Arbeitsbedingungen und Armut. Diese ZustĂ€nde können von keinem einzelnen verursacht werden, allerdings stehen alle beteiligten Akteure in einer sozialen Verbindung.[38]

Fraglich ist allerdings ist die Theorie, nach welcher man den Rahmen der VerantwortungsĂŒbernahme des Unternehmens festlegt. Es muss beschrieben werden, welche AktivitĂ€ten von Unternehmen neben ihrem KerngeschĂ€ft fokussiert werden sollten. Somit wird der Begriff der Verantwortung folglich normativ betrachtet. Um dies herauszufinden, wird das Osmium-Institut mit seinen Merkmalen betrachtet.

Wie bisher festgestellt wurde, ist das Osmium-Institut eine recht junge GmbH, die eine ĂŒberschaubare Anzahl an Arbeitnehmern beschĂ€ftigt. Dieser Tatsache zufolge ist eine integrative Wirtschaftsethik ein Anhaltspunkt, um zu definieren, inwiefern Verantwortung ĂŒbernommen werden kann.

Integrative Wirtschaftsethik beruht auf der Annahme, dass Wirtschaftakteure auch an ihrem Umfeld interessiert sind. Sie orientieren sich an den im öffentlichen Diskurs diskutierten Werten (Orientierungswissen) und legen ihr Handeln danach aus. Demnach ist ein moralisches Handeln möglich, jedoch mĂŒssen hierfĂŒr innerhalb eines Unternehmens richtungweisende Handlungen vorgenommen werden, die Kosten verursachen. Gewinnbringend sollten Handlungen eines Unternehmens sein, allerdings nicht auf Kosten Dritter.[39] Da das Osmium-Institut ĂŒberschaubar ist, ist eine aktive Beeinflussung des Diskurses eine Möglichkeit, moralisches Handeln auszuweiten. Diese Ansicht harmoniert mit einer partikularistischen Ethik: In dieser gelten keine moralischen GrĂŒnde fĂŒr oder gegen eine Handlung, da diese sich aus den jeweiligen, bereits bestehenden Rahmenbedingungen ergeben und situationsbedingt angepasst werden können. Da das Osmium-Institut eine Monopolstellung besitzt, ist dieser Ansatz geeignet, um ethischem Handeln und VerantwortungsĂŒbernahme nĂ€her zu kommen: Orientierungswissen besteht derzeit nur in Teilen durch beispielsweise Goldabbau oder Diamantenförderung. Anhand der gesellschaftlichen Debatte ist erkenntlich, dass derartige Abbaubedingungen moralisch nicht vertretbar sind.[40] [41] Nicht zuletzt kommt es darauf an, dass unterschiedliche Haltungen zum Thema „Werte“ existieren, die nicht oder nur schwer miteinander vereinbar sind und deutlich voneinander abweichen können. Im Kapitel „Maßnahmen zur Verbesserung“ wird vertieft mit dieser Erkenntnis gearbeitet.

In puncto Arbeitssicherheit in den Minen, faire Entlohnung oder auch illegal bewaffnete Sicherheitsleute ist ethisches Handeln im Spektrum einzuordnen: Je nach Situation, AnsprĂŒche und Werteranking der Beteiligten kann hier recht liberal eine taugliche Ethik entstehen mit dem Osmium-Institut als Initiator.

Konkret ist daraufhin abzuleiten, dass das Osmium-Institut teilweise verantwortlich ist fĂŒr die Umwelt und direkte und indirekte Arbeitnehmer, seine Unternehmensphilosphie jedoch frei wĂ€hlbar ist und sich am gesellschaftlichen Diskurs orientieren könnte. Das junge Unternehmen bietet eine gute Grundlage, neue Formen im Bereich der PGM zu etablieren und Verantwortungsbewusstsein zu zeigen. Diese Verantwortungen ergeben sich aus oben genannten GrĂŒnden, sind aber auch als Monopolinhaber wahrnehmbar und falls gewĂŒnscht abĂ€nderbar. Das Osmium-Institut nimmt als Kernsubjekt in der Lieferkette maßgeblichen Einfluss und könnte anhand eines intensiven Austausches um das Thema CSR eine vorbildliche Richtung im Edelmetallsektor einschlagen.

6.2 Verbraucherverantwortung

Menschen, die kristallines Osmium erwerben, verkaufen es weiter, verarbeiten es in Schmuck, sammeln es oder nutzen es als Investment. Aufgrund dieser unterschiedlichen Nutzungsarten sprechen wir von den ĂŒbergeordneten Begriffen des Verbrauchers oder des Konsumenten und der Verbraucherverantwortung bzw. Konsumentenverantwortung.[42]

Wie angemerkt, bestehen zugleich auf dieser Seite GrĂŒnde zur VerantwortungsĂŒbernahme. Auch hier ist eine ethische Position zu finden, ob gehandelt oder nicht gehandelt werden sollte. Dies ist unabhĂ€ngig vom Wissensstand der Person, da wie oben beschrieben mit Unwissenheit, Freiheit und KausalitĂ€t Verantwortung besteht. Sogar eine Verantwortung zur Wissenseinholung kann anerkannt werden.[43] Auf GrĂŒnde, weshalb der Konsument unmĂŒndig oder untĂ€tig sein könnte, wird in dieser Arbeit nicht eingegangen. Gleichwohl sei gesagt, dass diese vielfĂ€ltig sowie vertretbar ausfallen können.[44]

Damit Verantwortung ĂŒbernommen werden kann, muss die Situation als „Verantwortungssituation“ anerkannt-, mit dem eigenen Handeln in Verbindung gebracht- und zuletzt Lösungsmöglichkeiten gesucht werden.[45] Es beeinflussen soziale Faktoren und Grundorientierungen sowie unterschiedliche Priorisierung von Werten die Bereitschaft zur VerantwortungsĂŒbernahme, und sie fĂ€llt dementsprechend differenziert aus.[46] Es ist abzuleiten, dass es nicht DIE richtige Handlung gibt, Verantwortung zu ĂŒbernehmen oder es nicht zu tun. Was jedoch ein jeder Konsument oder Investor von kristallinem Osmium initiieren kann, ist die Teilnahme an dieser Debatte und die aktive Mitgestaltung des marktwirtschaftlichen Systems. Zur Meinungsbildung benötigt es daher zuerst eine eigene Reflektion der Handlungen und das Hinterfragen jener. [47] Daraufhin könnten Forderungen zu stellen sein und gegebenenfalls AktivitĂ€ten ausgerichtet werden.

Es ist abzuleiten, dass trotz unterschiedlicher Ansichten von VerantwortungsĂŒbernahme jeder Verbraucher aufgrund von Freiheit, KausalitĂ€t und Wissen verantwortlich ist. Es folgt daraufhin keine Handlung, sondern ein innerlicher Prozess der Reflektion, der bereits VerantwortungsĂŒbernahme demonstriert. Je nach Resultat sollte der Verbraucher handeln und dem Unternehmen gegenĂŒber Werte signalisieren, die in der Konsumentengruppe von kristallinem Osmium herrschen. Das Osmium-Institut kann sich daraufhin wie oben genannt am gesellschaftlichen Kontext orientieren. Um jedoch die Interessen beider Gruppe zu verknĂŒpfen, ist vor allem von Konsumentenseite ein eigenverantwortlicher Konsum zu entwickeln und zu praktizieren.

7. Maßnahmen zur Verbesserung

Im vorhergegangenen Kapitel ist feststellbar, dass Unternehmen sowie Verbraucher keine stringente Handlung einrichten mĂŒssen, um verantwortlich zu handeln. Stattdessen sollte jeder Beteiligte seine Werte reflektieren, dieses in Wissen einordnen und eine eigene Ethik praktizieren. Bekannte ZustĂ€nde der Unwissenheit sollten beseitigt werden. Zusammenfassend sind nun konkrete Maßnahmen abzuleiten, um kristallines Osmium als nachhaltiges Produkt zu gestalten und den oben genannten Prozess fĂŒr den Verbraucher zu vereinfachen. FĂŒr eine solche ethisch motivierte Zielsetzung ist das Unternehmen sowie der KĂ€ufer des Produkts als politische Akteure gefragt.[48] ZustĂ€ndigkeiten und Maßnahmen zu ergreifen, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und zu kommunizieren, beginnt bei der Bereitstellung von Informationen und Transparenz seitens des Osmium-Instituts. Es ist ein Weg zu finden, unterschiedliche Wertvorstellungen und ökonomisches Interesse offen zu legen und miteinander zu verbinden. Mit diesem Akt wird Investoren und anderen Interessensgruppen die Möglichkeit, von ihrer Verantwortung einfacher Gebrauch zu machen, offeriert. Somit sind beide Subjekte unwillentlich miteinander verknĂŒpft und können unabhĂ€ngig voneinander ihre Verantwortungen wahrnehmen und ihr Handeln verĂ€ndern. Das Osmium-Institut ist sich seiner Verantwortung gegenĂŒber Menschen und Umwelt bewusst. Dahingehend hat es 2020 eine ethische Stellungnahme veröffentlicht, die offenlegt, dass das Osmium- Institut die Werte Transparenz und Verantwortung als Credo deklariert.

In der Kriterienanalyse wurde herausgefunden, dass das Osmium-Institut in umweltbezogenen Themen fĂŒr konkreteres Aufzeigen der ZustĂ€nde und Ressourcenverbrauch veröffentlichen könnte. Hierdurch wĂŒrde es Kriterien des Eurosif und Fairtrade-Standards erfĂŒllen. Von Nöten wĂ€re dafĂŒr das Erstellen einer konkreten Umweltpolitik, welche jedem Mitarbeiter und Investor Einblicke in die Nachhaltigkeit des Produktes Osmium gewĂ€hrt. Ein Bekennen zu einer Umweltpolitik und dessen Relevanz ist nicht ausreichend, um dem Kunden ein nachhaltiges Produkt deklarieren zu können. Es könnte intern nachvollzogen werden, welche Fortschritte das Osmium-Institut in seiner Umweltauswirkung erzielt und wo konkret Verbesserungen umgesetzt werden könnten. Mitarbeiter könnten mit dieser Deklarierung ihr Handeln konkret anpassen und die Situation beeinflussen. Aufgrund der ĂŒberschaubaren Mitarbeiterzahl ist diese Maßnahme im Prozess durchfĂŒhrbar. Diese Aktion hĂ€tte ein Thematisieren der ökologischen Verantwortung von Zulieferern zufolge, welche bereits in Teilen praktiziert wird.

Um weitere, eventuell nicht als direkt empfundene, Verantwortungen öffentlich wahrzunehmen, könnten die Standorte der Minen offengelegt werden. Ein Publizieren dessen fördert die GlaubwĂŒrdigkeit und Nachvollziehbarkeit, dass Osmium ein Produkt mit nachhaltigen Standards ist. Abgesehen von der Außenwirkung könnte dies einen deutlichen Wettbewerbsvorteil ergeben: Edelmetallabbau ist wie oben beschrieben mehrheitlich in der Kritik, soziale und ökonomische Standards zu missachten. Im Falle kristallinen Osmiums könnte ein Umdenken etabliert und in der Kommunikationspolitik verwendet werden.

Weiterhin ist das Veröffentlichen der hier unbekannten Minen eine Möglichkeit, faires Handeln und gute Arbeitsbedingungen zu zeigen. Sollte es der Fall sein, dass zum Beispiel menschenunwĂŒrdige ZustĂ€nde in den Abbauregionen herrschen, könnte das Osmium-Institut genaueres Augenmerk auf diese ZustĂ€nde legen und Minenbetreiber zum ethischen Handeln anregen. Es könnte dafĂŒr seine Schulungsinhalte fĂŒr Mitarbeiter fĂŒr externe Mitarbeiter zugĂ€nglich anbieten und neben Begehungen ein Nachhaltigkeitsbekenntnis in Kooperation mit Minenbetreibern erarbeiten. In diesem Nachhaltigkeitsbekenntnis könnten zum Beispiel SchutzausrĂŒstungen und Anti-Korruptionsrichtlinien im Dialog erarbeitet werden, falls dies nicht bereits geschehen ist.

Um diese konkreten VerbesserungsvorschlĂ€ge erfolgreich umzusetzen, ist das Zurate ziehen von NGO’s ein fortschrittlicher Aspekt. Jene spezialisierten Organisationen könnten mit ihrer Erfahrung und dem angeeigneten Fachwissen aufklĂ€ren und weitere Methoden zur Nachhaltigkeit vorstellen. Ebenfalls sind unabhĂ€ngige Organisationen wie z.B. Amnesty International und interessiert daran, Lieferwege und Abbauorte zu ĂŒberschauen und Unternehmen mit Informationen und Hilfestellungen zur Seite zu stehen. Einen Schwerpunkt im Rohstoffabbau hat sich der „Arbeitskreis Rohstoff“ gesetzt, welcher aus Vertretern unterschiedlicher NGOs besteht.[49] Eine Zusammenarbeit mit NGOs wirkt sich positiv auf das Unternehmensimage aus, da der Konsument vermehrt auf die Herkunft und Bedingungen von Produkten achtet.[50]

In Zukunft ist eine Zusammenarbeit mit dem Siegel Fairtrade vorstellbar, dessen ausgewÀhlte Kriterien bereits zutreffen. Dieses Siegel wiederum signalisiert nicht nur ein nachhaltiges Produkt, sondern auch die Bereitschaft, im Edelmetallsektor neue CSR-AnsÀtze zu etablieren.

Auf Basis oben genannter Maßnahmen könnte der Investor seine Verantwortung besser wahrnehmen, bzw. mit jenem Wissen dem Produkt einen höheren nachhaltigen Wert zusprechen. Es wĂŒrde das Produkt verstĂ€rkt „mit gutem Gewissen“ erworben werden und somit das Osmium-Institut und Subjekte der Lieferkette darin bestĂ€rkt werden, weiterhin nachhaltig zu handeln. Denkbar wĂ€re, dass der Verbraucher bereit ist, dafĂŒr einen höheren Preis fĂŒr das Produkt zu zahlen; Maßnahmen zum Umweltschutz und Kontrollmechanismen fĂŒr sozial-ethisches Handeln sind kosten- und zeitintensiv. Transparenz wĂŒrde jene Tatsache zugĂ€nglich machen und einen höheren Preis rechtfertigen. Auf diese Weise wĂŒrde ebenfalls in der Edelmetallbranche ein Zeichen gesetzt werden, dass ein Durchsetzen sozialer Standards auch in örtlich entfernten Bergbauregionen und Umweltschutz realisierbar sind.

GegensĂ€tzlich könnte der Konsument durch das neue Bewusstsein kritischer an den Sachwert kristallines Osmium herantreten: Durch offen gelegte Transparenz und Arbeitsprozesse wĂ€re deutlich, dass das Osmium-Institut an Nachhaltigkeit arbeitet. Es wird durch den Kauf zwar der Arbeitsprozess unterstĂŒtzt wird, jedoch auch jene ZustĂ€nde, die nicht in der direkten Einsicht des Verbrauchers liegen und er dementsprechend nicht kontrollieren kann. Folglich könnte der Verbraucher seinen Erwerb kristallinen Osmiums einstellen und auf fortgeschrittenere Prozesse warten wollen. Damit wĂŒrde er andererseits signalisieren, dass er nicht mit der Art und Weise der Operationen und TĂ€tigkeitsbereiche, wie sie das Osmium-Institut ausfĂŒhrt und finanziell unterstĂŒtzt, zufrieden ist. Jene demonstrative Reaktion hĂ€tte Umsatzeinbußen zur Folge und einen erhöhten Druck, fĂŒr klarere oder bessere ZustĂ€nde zu sorgen. Der Konsument könnte durch seinen Kauf im ĂŒbertragenen Sinne einen „Stimmzettel“ abgeben, der ein BefĂŒrworten oder Widersprechen der UnternehmenstĂ€tigkeit signalisiert. [51]

Abschließend ist bestimmbar, dass durch VerantwortungsĂŒbernahme allein des Herstellers als auch des Konsumenten eine Besserung unerwĂŒnschter ZustĂ€nde in Aussicht gestellt werden kann. Neben diesen beiden Wirtschaftssubjekten existieren noch viele weitere Teilnehmer an und in der Lieferkette, die zusĂ€tzlich eine Haltung vertreten könnten und ihre Verantwortung gegenĂŒber Menschen und Umwelt wahrnehmen können. Basis hierfĂŒr ist nicht notwendigerweise das Wissen ĂŒber vor- oder nachgestellte Positionen der Produktionskette.

8. Zusammenfassung

Diese Arbeit hat gezeigt, dass das Edelmetall Osmium zu einem gewissen Grad nachhaltig ist, und Verantwortungen in vielen Bereichen zu gewissen Teilen bestehen. Es wurde das Edelmetall als Geldanlage und in Teilen als Finanzprodukt eingeordnet und anhand von Kriterien auf Nachhaltigkeit geprĂŒft. DafĂŒr wurden Punkte der Organisationen Eurosif, Stiftung Warentest und Fairtrade betrachtet. FĂŒr das weitere Vorgehen konnte ein intensiverer Einblick in die Lieferkette gewĂ€hrt werden, welcher beim Endprodukt und dem Vertriebsweg endet. Aufgrund dieser Sachlage und der Deckung mit den vorangegangenen Kriterien wurde kristallines Osmium als Produkt eingeordnet: Zu 87,5 % ist es ein nachhaltiges Edelmetall und zu 68 % ein nachhaltiges Finanzprodukt, somit ist es zu 77,75 % nachhaltig.

Im zweiten Teil wurde die Organisation Osmium-Institut betrachtet und Verantwortlichkeiten fĂŒr Konsument und Unternehmen wurden abgeleitet. Es ist sichtbar geworden, dass beide Seiten durch direkte und indirekte Beteiligung an der Lieferkette in der Verantwortung stehen könnten. Infolgedessen liegt es am öffentlichen Diskurs und am eigenen Ermessen der Beteiligten, ob und wie diese wahrgenommen wird. Ebenfalls fiel das Wort auf weitere Subjekte, wie beispielsweise Minenbetreiber, die einen gewichtigen Teil der Verantwortung innehaben. Um eine Verbesserung der geltenden ZustĂ€nde zu beeinflussen, kann der Verbraucher und das Unternehmen Osmium-Institut weitere Maßnahmen ergreifen.

Im Hinblick auf die Methodik ist zu erwĂ€hnen, dass die Kriterien der drei genannten Organisationen deckungsgleich und ergĂ€nzend ausfallen. Da fĂŒr diese Arbeit eine stichprobenartige Zahl aller Kriterien ausgewĂ€hlt wurde, könnte man an der Stelle umfassender prĂŒfen und weitere Kriterien miteinbeziehen. So resultiere ein aussagekrĂ€ftigeres Ergebnis. Die hier vorgenommene PrĂŒfung bietet einen ersten Eindruck, inwiefern das Edelmetall Osmium als nachhaltig einzustufen ist. Sie bietet eine Grundlage, die TĂ€tigkeit und das Produkt des Osmium-Instituts einzuordnen und ĂŒber den Begriff der Verantwortung zu diskutieren. Ebenfalls können aufgrund dieser richtungsweisenden Auswertung weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Dennoch hinterlĂ€sst das Thema offene Bereich, die einzeln fokussiert werden könnten: Der Platinabbau, welcher die Quelle des Beiprodukts Osmium darstellt, bietet Raum fĂŒr ethische Betrachtungsweisen. PGM-Bergbau ist wegen seiner Bedingungen und ZustĂ€nde bereits im Fokus von NGOs.[52] Ebenso ist der Begriff der Konsumentenverantwortung facettenreich und könnte differenziert betrachtet werden. Dazu ist der Edelmetallabbau nicht nur fĂŒr die Schmuck- oder Wertanlagenherstellung relevant, sondern auch fĂŒr die Industrie. Hier besteht ein technologischer Nutzen und dieser ist unumgĂ€nglich fĂŒr ein Voranschreiten der weltweiten Ökonomie. Das Thema der Ressourcennutzung in Hinblick auf AbbaustĂ€tten in SchwellenlĂ€nder sollte insofern debattiert werden.

In umfassender Art spielen zudem die einzelnen Regierungen, WirtschaftsverbĂ€nde und die Gesellschaft eine tragende Rolle: Sie bestehen in demokratischen Strukturen aus ebenjenen Individuen, welche neben Eigeninteresse vor allem das der Allgemeinheit vertreten sollten. Sie bieten Rahmenbedingungen fĂŒr die Gestaltung eines Marktes fĂŒr Unternehmen und Verbraucher. Wie beim technologischen Fortschritt angemerkt, modernisiert zugleich die Gesellschaft ihre Einstellung gegenĂŒber der Nachhaltigkeit. Gleichermaßen wĂ€re hier ein Umdenken möglich, welches vermehrt ethisches Verhalten der einzelnen Unternehmen zur Folge hĂ€tte und auf die Individuen in den Organisationen wirkt.[53] Werden dort ĂŒberholte Normen umgesetzt und prĂ€sentiert, ergĂ€be sich weiterhin auf der Basis der integrativen Wirtschaftsethik eine Richtungsneuerung fĂŒr tangierte Akteure.  
ErgĂ€nzend sind noch Herausforderungen zu benennen, die eine Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz und der CSR-Fokussierung belasten könnten: Korruption und unterdrĂŒckende Regimen der freien MeinungsĂ€ußerung sind gerade in Staaten wie SĂŒdafrika prĂ€sent, ebenso wie die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kulturen und damit verbundenen Werten.

Die Verantwortung fĂŒr einen Markt um ein ausgewĂ€hltes Produkt, in diesem Falle kristallines Osmium, kann schließlich nicht durch zwei Subjekte abgedeckt werden. Die komplexe Vernetzung integriert alle agierenden Personen in und an der Lieferkette in Verantwortlichkeiten, besonders die der Abbaugesellschaften in den Minen. Diese werden in der Arbeit nicht preisgegeben und es sind keine konkreten Arbeitsbedingungen und Umweltauswirkungen benennbar.   
Dennoch ist im gesamten Bergbaubereich ein transparentes AnnĂ€hern an den Fairtrade-Standard denkbar, um nachhaltige Rohstoffe zu produzieren. Zwischenzeitlich kann der Verbraucher ĂŒber sein eigenes Handeln reflektieren und möglichst nachhaltige Produkte wĂ€hlen, sofern eine Auswahl besteht. 


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Young, I. M. (2008). Responsibility and global justice: A social connection model. In A. G. Scherer, Handbook of research on global corporate citizenship. Cheltenham/Northampton: Edward Elgar. Abgerufen am 9. Juli 2020


 

Anhang 1: Firmeninternes Bekenntnis zum ethischen Handeln

 

Auszug aus dem Dokument: OSMIUM - Was Ethik fĂŒr uns bedeutet

Verfasser und zur VerfĂŒgung gestellt von: Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von kristallinem Osmium GmbH, Höllriegelskreuther Weg 3, 82065 Baierbrunn

 

Was unseren Weg ausmacht

Jeder Start beinhaltet eine Entscheidung. Als 2014 das Osmium GeschĂ€ft im Vorunternehmen des Osmium-Institutes gegrĂŒndet wurde, begann ein Weg, auf dessen ersten Metern dem Team bereits bewusst wurde, dass es ĂŒber die Dauer der Zusammenarbeit den wichtigsten beiden Werten im Umgang mit Markt und Mensch verpflichtet sei.

·         Transparenz

·         Verantwortung

Wir vom Osmium-Institut sind der Meinung, dass die nötigen ethischen Verhaltensrichtlinien, die sich hinter diesen zwei Begriffen verbergen, die wichtigsten in unserem Umgang mit jeglichen Wirtschaftssubjekten und jeglichem wirtschaftlichen Handeln stehen. Um in der Folge mit Nachdruck und Sichtbarkeit handeln zu können wurde das Unternehmen umfirmiert in die:

Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von kristallinem Osmium GmbH

Das Institut steht fĂŒr Transparenz und Weltoffenheit in Verbindung mit technischer Innovation. In unserer globalisierten Welt ist es schnell möglich, den Überblick zu verlieren.

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Daraus ergeben sich eine Vielzahl von Fragen, die den Handelspartner, den Kunden und Behörden interessieren:

·         Woher stammen die benötigten Rohstoffe?

·         Welche Handelswege werden verwendet?

·         Welche Stellung haben Mitarbeiter im Unternehmen?

·         Besteht Gendergerechtigkeit?

·         Ist das Handeln nachhaltig und Naturschutzkonform?

·         Wie ist der Umgang mit kulturellen Unterschieden?

·         Wie werden Partner geschult?

 

Deshalb stellen sich die Kernfragen:

·         Welche Triebfedern werden durch das Unternehmen genutzt, um Partner und Mitarbeiter an dem Weg eines ethischen Handelns nachhaltig festhalten zu lassen?

·         Wie und auf welche Weise leben GeschĂ€ftsfĂŒhrung und Direktorat vor, was sie predigen?

·         Wie ist sichergestellt, dass im Wachstum eines Unternehmens, Werte nicht auf der Strecke bleiben?

·         Wie kann Kontrolle eingestellt werden, ohne in Überwachung zu enden.

 

Denn:

Auch der Endverbraucher steht vor der Herausforderung, ethisch handeln zu wollen aber stattdessen oft in Unwissenheit handeln zu mĂŒssen.

Diese selbstauferlegte Aufgabe der Transparenz ist das Zeugnis aus der bewussten Verantwortung, die jeder einzelne mit seinem Handeln trÀgt, so auch jeder einzelne Mitarbeiter des Osmium-Instituts.

VerantwortungsĂŒbernahme ohne Transparenz ist nicht möglich, denn sobald Geschehnisse unter Ausschluss von Transparenz ihren Lauf nehmen, ist diese Verantwortung gegenĂŒber Dritten von diesen nicht einforderbar. Somit verliert sie ihren Wert.

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Transparenz ohne Verantwortung ist zwar möglich, jedoch in keiner Weise wĂŒnschenswert. Jegliches Wissen auf der Welt könnte transparent geteilt werden und die Welt wĂŒrde trotzdem noch auf die Verantwortung jedes einzelnen hoffen mĂŒssen, damit Wissen ethisch vertretbar angewendet wird.

Diese BegrĂŒndungen unserer wichtigsten Unternehmenswerte sollen den Eckpfeiler fĂŒr unseren Report sein, der sowohl unseren Willen zur Nachhaltigkeit beinhaltet, mehr noch jedoch ein Versprechen ist, unseren Kunden und Stakeholdern gegenĂŒber, innerhalb unserer einmaligen Umwelt stets verantwortungsbewusst zu handeln und Transparenz walten zu lassen.

Dies muss an allen Stellen geschehen, an denen es möglich ist. Und die Bestrebung darin, sich zu verbessern ist ein steter Begleiter durch das Leben eines Unternehmens.

Das Osmium-Institut hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit kristallinem Osmium ein transparentes UND ethisch vertretbares Produkt auf dem Markt zu bringen. Uns ist bewusst, dass genau diese anfÀngliche Entscheidung der Grundpfeiler sein muss, um kristallines Osmium in den Verkehr zu bringen.

Das Institut sieht sich in der Pflicht, als Unternehmen im Rohstoffhandel alles denkbar Mögliche zu tun, um genau in diesem umstrittenen Bereich fĂŒr Klarheit zu sorgen. In diesem Report ist der Umgangston ein offener und ehrlicher.

Wir legen unsere GeschĂ€ftsprozesse, Policies und ZukunftsplĂ€ne fĂŒr jeden nachvollziehbar in fĂŒnf Teilen dar:

1. Die Lieferkette

Der erste Teil handelt von der Bedeutung und Aufgliederung der Lieferkette. Hier wird jede Station, die Osmium durchlĂ€uft, beleuchtet und hinterfragt. Die Eingliederung der getroffenen Maßnahmen in den Arbeitsalltag wird erlĂ€utert.

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Wir bewegen uns dabei prozessual vom Abbau des Metalls Platin, in dem Osmium als Beimetall vorkommt bis hin zum Endkunden, der das zertifizierte, kristalline Osmium mit einem guten GefĂŒhl in den HĂ€nden halten soll.

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2.) Unternehmensethik

Der zweite Teil erlĂ€utert die Unternehmensethik und die dazugehörigen Maßnahmen des Osmium-Instituts. Das Wohlergehen der Mitarbeiter und das bestĂ€ndige Hinterfragen und Optimieren von internen Prozessen ermöglichen eine ArbeitsatmosphĂ€re auf Augenhöhe.

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Diese Augenhöhe allein macht es möglich, dass Unbill und aufkeimende falsch gerichtete Prozesse, die aus dem Ruder laufen könnten, auch freiwillig und ohne das GefĂŒhl Restriktionen zu unterlaufen, an das Direktorat gemeldet werden. Allen Mitarbeitern muss bewusst gehalten werden, dass das Aufdecken von MissstĂ€nden eine Errungenschaft von Unternehmen darstellt, die fĂŒr den Mitarbeiter keine unangenehmen Folgen hat, sondern ein gewĂŒnschter Teamprozess ist.

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3.) Stakeholder

Im dritten Teil zeigen wir unsere Stakeholder auf, denen gegenĂŒber wir die Verantwortung und die Transparenz schulden, die wir selbst uns im Leben wĂŒnschen. Ziel ist es, dem Stakeholder zu erlauben, seine eigenen Interessen verfolgen können, ohne in Missmatch mit dem Unternehmen, dem Kunden oder der Politik zu geraten.

Uns ist die Tragweite unserer Entscheidungen bekannt, die direkte und indirekte Auswirkungen auf Institutionen, Kunden und die Gesellschaft haben.

Wir werden in diesem Dokument die Maßnahmen generalisiert erklĂ€ren, die der Findung bestmöglicher Lösungen fĂŒr alle Beteiligten aufzuzeigen. Die Vertiefung der ProzesserklĂ€rungen finden sich oft im Internet, sind jedoch alle durch Journalisten und interessierte Privatpersonen bei uns abfragbar.

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4.) Prozesse und Verbesserung

Im vierten Teil zeigen wir unsere Progresse und unsere Verbesserungspotenziale. Nur ein Unternehmen im steten Wandel und in kontinuierlicher Prozessoptimierung kann der globalisierten Welt gerecht werden und ihr im besten Fall zugutekommen.

Wir fĂŒhlen uns besonders verantwortlich, da wir ein wachsendes und junges Unternehmen sind. Wir agieren in einem Bereich, in dem der Rohstoffaufbau durchsetzt ist von „schwarzen Schafen“. Dies bezieht sich auf Rohstoffe wie Kobalt, Silber und einige kritische Metalle, die zum Überleben der Industriegesellschaft wichtig sind. Aus diesem Grund agieren auch Staaten in der Beschaffung zum Teil unethisch und die Auswirkungen sind Korruption und VernachlĂ€ssigung von Arbeitsschutz und Gesetzgebung.

Der Abbau von Osmium als Beimetall von Platin ist durch solche politischen Auswirkungen nicht berĂŒhrt. Es ist richtig, den Rohstoffabbau auf der gesamten Welt mit einem kritischen Auge zu betrachten. Auf der anderen Seite muss auch beachtet werden, dass unsere Welt sich nur auf Grund der Rohstoffe in eine moderne Industriegesellschaft verwandeln konnte. Jetzt allerdings ist es ein Zeichen der Zeiten, dass diese Gesellschaft den Wert der Natur erkennt und vertrĂ€gliche Projekte unter der Zuhilfenahme modernster Technologien nutzt.

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Der Umgang mit der Umwelt ist beim Rohstoffabbau ein durchgÀngig relevantes Thema in jedem einzelnen Bereich rund um das Osmium-Institut.

5.) Historie 

Im fĂŒnften Teil blicken wir zurĂŒck in die Firmengeschichte und auf die Projekte, die das Osmium-Institut und die sein Direktor bereits umgesetzt haben. In dieser Historie sind das VerantwortungsgefĂŒhl und die Verpflichtung gegenĂŒber Mensch und Natur in ihren UrsprĂŒngen begrĂŒndet.

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Vom Bau von Elektroautos, ĂŒber den Betrieb von Wissenschafts-TV-Sendern bis zum Tierschutz reichen die Maßnahmen, die in der Vergangenheit bestimmend waren und es auch heute sind.

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Stellungnahmen

In allen der folgenden fĂŒnf Bereiche finden Sie Stellungnahmen zuzĂŒglich durchgefĂŒhrter Maßnahmen und aktuellen Aktionen zum verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit unserer Natur und der Welt auf der wir leben, ohne die kein StĂŒck kristallines Osmium den Weg auf den Markt hĂ€tte finden können.

Zitat, Ingo Wolf, Direktor des deutschen Osmium-Institutes:

„Die Sicherheit im Umgang mit dem Material und dessen Eigenschaft der absoluten UnfĂ€lschbarkeit legen zudem nahe, dass Osmium in der Zukunft eine wesentlich höhere Stellung im Ansehen der Nutzer haben wird. Die Einsatzgebiete im Werterhalt und der Speicherung von Sachwerten liegen neben der Schmuckerzeugung im Fokus aller handelnden Personen.“

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1. Weg des Osmiums in der Beschaffungskette: Sicherheit zuerst

Zitat, Ingo Wolf: „Sobald ein Mensch auf die Welt eine beliebige Entscheidung trifft und nach dieser Entscheidung handelt und handeln lĂ€sst, tritt er unabdingbar in eine Verantwortung ein.“



[1] Vgl. Amnesty International, 2015, Zentralafrikanische Republik: Keine Profite mit Konfliktdiamanten.

[2] Vgl. StĂ€hr F., SchĂŒtte, P., 2016, Der Bezug von Gold aus dem Kleinbergbau, PrĂŒfbericht zur Pilotierung verantwortungsvoller Rohstoff-Lieferketten, S. 5.

[3] Vgl. Esterhåzy, Y., 2011, Wer tÀglich den Goldpreis festlegt.

[4] Vgl. Merten, H.-L., 2009, In Luxus investieren, S. 78.

[5] Vgl. Von Soest, C., Dickow, H., 2018, SĂŒdafrika.

[6] Kuballa, M., Kranz, J., 2004, Abiturwissen Kompakt, Chemie.

[7] Vgl. Modrak, K., Weißenborn, P., Maßmann, A., 2019, Geldanlage Definition.

[8] Vgl. Reimnitz, J, 1989, Handbuch des internationalen BankgeschÀfts.

[9] Vgl. Fairtrade, 2020, Fairtrade-Siegel auf einen Blick.

[10] Vgl. Prof. Dr. Haberstock, P., 2019, ESG Kriterien.

[11] Vgl. Eurosif, 2020, responsible investment strategies.

[12] Vgl. Eurosif, 2020, mission.

[13] Vgl. Ventobel Asset Management AG, 2015, EuropĂ€ischer Transparenzkodex fĂŒr Nachhaltigkeitsfonds.

[14] Vgl. Stiftung Warentest, 2020, Die Stiftung Warentest stellt sich vor.

[15] Vgl. Stiftung Warentest, 2004, Kernkriterien fĂŒr die Untersuchung der sozial-ökonomischen Unternehmensverantwortung durch die Stiftung Warentest.

[16] Vgl. Fairtrade Deutschland, 2020, Fairtrade-Siegel.

[17] Vgl. Fairtrade International, 2013, Fairtrade Standard for Gold and Associated Precious Metals for Artisanal and Small-Scale Mining, S. 7-67.

[18] Vgl. Schmidt, M., 2015, Rohstoffrisikobewertung – Platingruppenmetalle, S. 9.

[19] Vgl. Lide, D., 2004, CRC Handbook of Chemistry and Physics, S. 21-22.

[20] Vgl. Römpp, Lexikon Chemie, 1996-1999, S. 1308-1310.

[21] Vgl. OSRAM GmbH, 2006, 100 Jahre OSRAM- das Licht hat einen Namen, S. 17.

[22] Vgl. Bauer, G., Ruthhardt, K., 2013, Handbuch der Analytischen Chemie, S. 151-154.

[23] Vgl. Hasselt, A., 1862, Handbuch der Toxikologie, S. 867.

[24] Vgl. Arblaster, J.W., 1989, Densities of Osmium and Iridium.

[25] Vgl. Breuer, H., 2010, dtv-Atlas der Chemie.

[26] Vgl. Boerse.ard.de, 2020, Feinunze.

[27] Vgl. DĂŒrr, H., Mayr, P., 2016, Grundlagen der Fertigungstechnik, S. 182-184

[28] Vgl. Heraeus, Nachhaltig, langfristig, verantwortungsvoll, 2020.

[29] Vgl. Heidbrink, L., Langbehn, C., Loh., J., 2014, Handbuch der Verantwortung, S. 5-6.

[30] Vgl. Aristoteles, 2010, Die Nikomachische Ethik, III 4 a S. 12-14.

[31] Vgl. Bayertz, K., 1995, Eine kurze Geschichte der Herkunft der Verantwortung, S. 5-8.

[32] Vgl. Heidbrink, L., 2010, Nichtwissen und Verantwortung. Zum Umgang mit unbeabsichtigten Nebenfolgen, S. 7-8.

[33] Vgl. KĂŒpper, H-U., 2009, Entscheidung und Verantwortung im institutionellen Rahmen, S. 39-40.

[34] Vgl. Dlamini, K., 2019, Corruption Impeding on Human Rights in South Africa’s Mining sector.

[35] Vgl. Rall, K., 2018, South Africa: How Mining Damages Communities and the Environment.

[36] Vgl. Heidbrink, L., Langbehn, C., Loh, J., 2017, Handbuch Verantwortung, S. 767.

[37] Vgl. Crane, A., 2008, The Oxford Handbook of Corporate Social Responsibility, S. 5-7.

[38] Vgl. Young, I., 2008, Responsibility and global justice: A social connection model., S. 137-165.

[39] Vgl. Ulrich, P., 2010, Zivilisierte Marktwirtschaft. Eine wirtschaftsethische Orientierung. S. 138 ff.

[40] Vgl. Tabbara, T., 2018, Es ist unser Land!.

[41] Vgl. Bröll, C., 2020, „Ist der Bergbau die nĂ€chste Tabakbranche?“.

[42] Vgl. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 2020, Konsument.

[43] Vgl. Schrader, U., 2011, Verbraucherrechte und Verbraucherverantwortung fĂŒr nachhaltigen Konsum, S. 85-86.

[44] Vgl. Schmidt, I., Seele, P., 2012, Konsumentenverantwortung in der Wirtschaftsethik, S. 185.

[45] Vgl. Bierhoff, H.-W., 1995, Verantwortung – Prinzip oder Problem?. S. 227.

[46] Vgl. Schmidt, I., Seele, P., 2012, Konsumentenverantwortung in der Wirtschaftsethik, S. 185.

[47] Vgl. Young, I. M., 2008, Responsibility and Global Justice: A Social Connection Model, S. 137-165.

[48] Vgl. Schmidt, I., Seele, P., Konsumentenverantwortung in der Wirtschaftsethik, S. 187.

[49] Vgl. AK Rohstoffe, 2020, Über den AK Rohstoffe.

[50] Vgl. Marktforschung.de, 2015, Bedeutung der Nachhaltigkeit fĂŒr das Unternehmensimage weiterhin hoch.

[51] Vgl. Von Mises, L., 1980, Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens. S. 258.

[52] Vgl. Bahadur, A., 2018, Edles Metall – unwĂŒrdiger Abbau.

[53] Vgl. Polwin-Plass, L., Unternehmensethik: Ein Umdenken findet statt.

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